Das neue „Lothringair“ Festival stärkt die Gemeinsamkeit

Von: Niels Heinichen
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Auch eine Modenschau gehörte zum breit gefächerten Festival Lothringair in der Lothringerstraße. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Für rund acht Stunden verwandelte sich die Lothringerstraße am Samstag in ein vielseitiges Straßenfestival. Der erst vor einem halben Jahr gegründete Verein „Lothringair“ sowie die Anwohner der Straße luden zum ersten „Lothringair“ ein. Unter dem Motto „Eine Straße macht Kultur“ präsentierten bei gutem Wetter rund 70 Künstler unterschiedlicher Sparten Tänze, musikalische Darbietungen, Ausstellungen und Lesungen, Theatervorführungen und Kurzfilme.

„Wir wollten zusammen als Straße ein Event machen. Die Idee dazu bestand schon lange. Aber erst durch Andrea Nickisch, die die Hauptorganisation übernahm, ist das Ganze ins Rollen gekommen“, erzählt Mitorganisatorin Waltraud Nießen. So thematisierte Nickisch das Festival in ihrer Design-Diplomarbeit. „Wichtig war uns, dass das Fest nicht kommerziell ausgerichtet ist, sondern alles auf ehrenamtlicher Basis geschieht“, ergänzt Petra Kather.

Sowohl Kather als auch Nießen besitzen in der Lothringerstraße einen Laden. Für das „Lothringair“ wurden diese wie rund 20 andere Ladenlokale, Büros und Ateliers zu Bühnen, Vorführsälen und Präsentationsflächen umfunktioniert. „Viele Aktionen finden an Orten statt, an denen man es gar nicht unbedingt erwarten würde“, sagt Waltraud Nießen.

Beispielsweise gab es im Parkhaus der Straße Tanz- und Filmvorführungen zu sehen. „Die Inhaber der Läden machen also etwas Untypisches, was nicht unbedingt mit dem Laden zu tun hat“, verkündete Petra Kather zu Beginn der Veranstaltung. Egal, ob Märchen im Reisebüro, Graffiti-Aktionen am Schulzaun oder Bilder im Bettengeschäft – die Palette an originellen Angeboten war groß. Zahlreiche Künstler konnten für die erste Ausgabe des „Lothringair“ gewonnen werden. Dazu zählen Mitglieder der Compagnie Irene K und des Do-Theatre sowie Musiker wie Renzo Vitale, Heinz im Sinn & the Geteiltdurchs, Gabriela Jurewicz und Hero & Leander.

Für Kinder waren Bastel-Workshops oder eine Kinderbuchlesung dabei. Zwischendurch konnten sich die Gäste in Lounge-Bereichen, Cafés und an anderen kulinarischen Stationen erholen und stärken. „Die Werbung hat sehr gut funktioniert“, ist Waltraud Nießen zufrieden.

„Das Festival zeigt, wie groß das Potenzial hier in der Straße ist“, sagt Petra Kather. „Es gibt in der Straße viele Läden, die künstlerisch und kreativ sind“, fügt sie hinzu. „Durch die Organisation entstand ein gemeinschaftliches Gefühl in der Nachbarschaft“, schildert Kather. „Die Nachbarn haben jetzt schon besser Kontakt zueinander“, ergänzt Petra Nießen. Nach der erfolgreichen Premiere des „Lothringair“ ist für das kommende Jahr bereits eine Wiederholung geplant.

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