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Das Märchen wird zum opulenten Spektakel

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
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Die Tanzwerkstatt Carla Brettschneider, der Reitstall Braun und der Reitverein Aachen setzen das Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ mit mehr als 100 Reiterinnen spektakulär in Szene. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Der eigene Weg ist nur selten auch der Weg der anderen. Diese bittere Erkenntnis muss die kleine Meerjungfrau im berühmten Märchen von Hans Christian Andersen leidvoll erfahren. Nicht gerade der Stoff, aus dem die meisten Weihnachtsgeschichten sind.

Dennoch hat sich das Kollektiv bestehend aus der Tanzwerkstatt Carla Brettschneider, dem Reitstall Braun und dem Reitverein Aachen für die Aufführung gerade dieser Geschichte entschieden. Am Samstag feierte das Stück in der Reihe „Pferd und Ballett“ Premiere.

Dabei wurden keine Mühen gescheut. Mehr als 100 Reiterinnen und Tänzerinnen zwischen acht und 24 Jahren haben aus dem vermeintlich kleinen Märchen ein opulentes Spektakel gemacht. Etwa, wenn die kleine Meerjungfrau den Prinzen im stürmischen Meer vor dem Ertrinken rettet und Blitze durch die Halle zucken. Immer wieder wechseln sich choreografische Auftritte mit und ohne Pferde ab mit schauspielerischen Passagen, was das Stück abwechslungsreich und kurzweilig macht.

Zwischen den insgesamt 18 verschiedenen Szenen erzählt die Aachener Schauspielerin Mona Creutzer die Geschichte weiter. Diese nimmt nach der besagten Rettung dramatische Wendungen. Die Meerjungfrau, gespielt von Nathalie Braun, entschließt sich, für den Prinzen fortan in der Welt der Menschen zu wechseln. Dafür sucht sie in einem farbenfrohen, aber bedrückenden Schauspiel eine Hexe auf, die ihr Beine schenkt, um auf dem Land leben zu können – das kostet die Meerjungfrau aber ihre Fähigkeit zu sprechen.

Ständig wandelnde Welt

Die sich ständig wandelnde Welt aus Pferden und Tänzerinnen ist die zweite große Attraktion des Stücks. Häufig sind es die für die Handlung beiläufigen Momente, die besonders spektakulär inszeniert werden. Etwa, wenn die Meerjungfrau am Strand die Möwen beobachtet, dann vollführen im Stück sechs Akrobatinnen ihre Kunststücke voltigierend auf dem Pferderücken.

Mehr als drei Monate lang haben sich die Darstellerinnen und Helfer auf die nun insgesamt vier Aufführungen des Stücks vorbereitet.

Überhaupt verkörpern die Pferde so allerlei in der knapp 90-minütigen Vorstellung. Einmal sind sie ein stolzes Schiff mit Matrosen, einmal zwei Delfine die sich im Meer vergnügen – und ja, manchmal dürfen sie dann auch Pferde sein.

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