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Das Land spielt bei der Alemannia-Rettung mit

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Vor der Wahrheit verschließt
Vor der Wahrheit verschließt keiner mehr die Augen: Während Benny Auer und die Spieler um Punkte ringen, sprechen Alemannia, Stadt und Innenministerium über die finanzielle Rettung. Heute tagt der Rat. Foto: dpa

Aachen. Positive Signale in Sachen Alemannia-Rettung sendet das Landes-Innenministerium vor der Ratssitzung, auf der es nur einen Sachstandsbericht geben wird.

„Wir sehen Alemannias hohe Belastung. Wir sind bereit mitzuhelfen, damit der Verein wieder eine vernünftige wirtschaftliche Basis bekommt”, sagt Behördensprecher Ludger Harmeier. „Unsere Bereitschaft ist da.”

Auch die Genehmigungsbehörde war in den letzten Wochen an den Gesprächen beteiligt, die Alemannia geführt hat. Für das Innenministerium ist nun die Stadt Aachen am Zuge: „Die Kommune muss sagen, was sie will.” Die Stadt hat sich noch nicht festgelegt, was aus ihrer Sicht der beste und billigste Weg sein könnte. Am Mittwochabend - Beginn der Sitzung ist um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses -werden keine konkreten Beschlüsse gefasst. Aber auch die AachenMünchner, als wichtigster Kreditgeber und Sponsor, wartet vorerst ab, welche konkrete Idee Oberbürgermeister Marcel Philipp verfolgt.

Stadt oder Stadtwerke

Für das NRW-Innenministerium könnte eine Lösung sein, dass die „Stadt oder die Stadtwerke” den Tivoli übernehmen. Alemannia wäre dann ein langfristiger Mieter - mit der gerade aktuellen Gefahr, dass ein Abstieg in Liga 3 die Ausgangslage für einen möglichen neuen Besitzer verschlechtern würde. Kein großes Verhandlungsthema ist wohl mehr eine vorzeitige Ablösung der Landes-Bürgschaft.

Auch vom NRW-Finanzministerium kommen vor der heutigen Ratssitzung deutliche Signale, dass eine signifikante Verlängerung der Laufzeit ebenso wie eine Zinsaussetzung möglich sei - wenn es denn zu einer Lösung vor Ort kommen sollte.

Der Verein steht unter Zeitdruck, muss schon in einem Monat nachweisen, wie er das nächste Finanzloch von 800.000 Euro stopfen will. Unter Zeitdruck kann der Zweitligist, der sich in die missliche Lage hineinmanövriert hat, mögliche Retter nicht setzen.
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