„Das ist eine Rekordmeldung“ fürs Eurogress

Von: Laura Beemelmanns
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Das Jahr 2016 war laut Kristina Wulf das erfolgreichste in der Geschichte des Eurogresses. Foto: Harald Krömer
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Ein Rekordjahr für das Team vom Eurogress: Mit 349 Veranstaltungen im Jahr 2016, darunter natürlich auch der Öcher Bend auf dem Bendplatz wurde ein Umsatz von 4,1 Millionen Euro erzielt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Jahr 2016 war laut Kristina Wulf das erfolgreichste in der Geschichte des Eurogresses. Erstmals wurde ein Umsatz von 4,1 Millionen Euro erwirtschaftet. „Das ist eine Rekordmeldung“, sagte die Eurogress-Geschäftsführerin, die beim Verkünden dieser Nachricht nicht mehr aufhören konnte, zu lächeln.

Mit 349 Veranstaltungen und mehr als eine Million Besuchern im Eurogress, auf dem Bendplatz und im Businessbereich des Tivoli, die ebenfalls vom Eurogress vermarktet werden, wurde eine Zahl geschrieben, die deutlich über der Prognose von 3,2 Millionen Euro liegt. „Das ist ein ganz, ganz tolles Ergebnis“, so Wulf.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Geschäftsführerin gute Nachrichten verkündet. Und nun schaffte sie es erneut, über eine Million Besucher in die drei Locations zu locken. So waren 2015 insgesamt 1,1 Millionen Menschen bei 340 Veranstaltungen. Doch nun lässt sich sagen: „Es gab noch nie so ein gutes Jahr wie das Jahr 2016.“

Der Umsatz ist um rund 20 Prozent gestiegen. „Das Team hat unwahrscheinlich effizient gearbeitet“, sagte Wulf. Dennoch werden keine schwarzen Zahlen geschrieben. Das sei deutschlandweit allerdings bei sämtlichen Konkresszentren der Fall. „Die Preise, die die Zentren nehmen, sind nicht kostendeckend“, sagte Wulf. Das sei vor allem deshalb der Fall, da man allen Bürgern den Zutritt zu den Angeboten möglich machen möchte. So auch im Eurogress. Zudem habe man in den vergangenen Jahren 20 Millionen Euro ins Gebäude investiert.

Doch das Eurogress sei veranstaltungsstark. Es gab allein dort 257 Veranstaltungen im Jahr 2016, elf am Bendplatz und 81 am Tivoli. Den größten Teil machen dabei die Tagungen und Kongresse aus. Allein 102 fanden im Eurogress statt, 36 im Tivoli. Das komme allen entgegen, sagte Wulf. „Das bringt auch der Stadt Aachen unheimlich viel. Die Kongressbesucher übernachten in den Hotels, gehen in Restaurants und nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel“, sagte Wulf. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr somit 14,6 Millionen Euro zurück in die Stadt. 1,62 Millionen Euro mehr als im Jahr 2015. Das liege auch am guten Standort des Eurogress. „Die Nähe zur Innenstadt und zu den Hotels ist einfach perfekt“, sagte Wulf.

Damit das so bleibt, ist auch für das Jahr 2017 wieder ein straffes Programm geplant. Unter anderem 18 Karnevalsveranstaltungen, 28 Tagungen und Kongresse, 25 Seminare, 37 Showeinheiten, 29 klassische Konzerte und 26 gesellschaftliche Veranstaltungen. Und das sei erst der Anfang.

Auf dem Bendplatz, der seit 2007 vom Eurogress Aachen vermarktet wird, wird es beispielsweise zum zweiten Mal die Aachener Caravan und Camping Messe am 13. und 14. Mai geben. Und im Tivoli, der seit 2013 vermarktet wird, ist unter anderem ein E-Sports Fifa-Turnier am 14. Mai geplant. Weiterhin bestehen bleiben auf dem Bendplatz natürlich die Kirmestage, Zirkusveranstaltungen im Herbst und auch der Weihnachtszirkus über die Weihnachtsfeiertage. Auch das Tivoli-Singen stehe schon auf dem Plan.

„Wiederholungstäter“, wie Wulf sie nennt, seien besonders wichtig.„Regelmäßige Gäste sorgen für Planungssicherheit“, sagte Wulf. Neben den Standards wie Kirmes und Zirkus, Karnevalsveranstaltungen und auch klassischen Konzerten seien vor allem die Kongresse und Tagungen besonders interessant fürs Eurogress. Diese bringen bei großer Auslastung eben auch entsprechende Umsätze. „Oft rotieren die Veranstalter jedoch durch ganz Deutschland oder auch weltweit. Sie kommen nie jedes Jahr an den gleichen Standort“, sagte Wulf.Auch wenn sich das Team das durchaus wünschen würde.

Um so viele Kongresse und Tagungen wie möglich nach Aachen zu holen, müsse auch immer wieder investiert werden. „Wir müssen stets up to date bleiben. Das wird inzwischen erwartet“, sagte Wulf. Dazu gehören die Technik, aber auch Barrierefreiheit. „Der demografische Wandel hat uns auch erreicht“, sagte Sozialdezernent der Stadt Aachen, Manfred Sicking. „Wir haben neben der Anlage für Hörgeschädigte nun auch eine beleuchtete Rollstuhlrampe und einen Rollatoren-Parkplatz“, so Sicking weiter.

„Für jeden, der hierher kommt, soll das ein schöner Tag werden“, ergänzte Hans-Dieter Jacoby, Vorsitzender des Betriebsausschusses Eurogress. Neben den generellen Voraussetzungen wie der Barrierefreiheit gehöre auch ein gutes Programm dazu. Bis jetzt sei man mit dem Buchungsstand 2017 sehr zufrieden. „2018 und 2019 könnten sogar noch besser werden“, sagte Wulf. Nach wie vor halte man auch an Comedyveranstaltungen fest. Beispielsweise werden Ralf Schmitz und Dieter Nuhr zu Gast sein.

„Es gibt im Moment allerdings den Trend, dass sehr viele Musicals und Revues auf den Markt kommen. Der Markt hat sich eben verändert. Früher gab es beinahe nur Comedy“, sagte Wulf. Nun seien auch Veranstaltungen wie „Falco – das Musical“ und „The Whitney Houston Show“ gefragt. Neben Tagungen und Kongressen seien aber vor allem im Tivoli auch Hochzeits- und Weihnachtsfeiern, Seminare und Workshops geplant.

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