Rott/Aachen - Das Hungertuch ist auf dem Weg

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Das Hungertuch ist auf dem Weg

Von: Helga Giesen
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Rott/Aachen. „Wir haben den Hunger satt“, sagen die Armen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Unter dieses Leitwort stellt das katholische Hilfswerk Misereor seine 55. Fastenaktion.

Mit den während der Fastenzeit gesammelten Spenden wird mit Partnern vor Ort der Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit in diesen Ländern unterstützt. Dafür stehen in diesem Jahr beispielhaft drei Projekte in Niger, Bangladesch und Paraguay.

Die bundesweite Aktion wird in diesem Jahr am ersten Fastensonntag, 17. Februar, im Bistum Aachen eröffnet: um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakob und einem anschließenden Empfang in der Aula Carolina.

Mit einem künstlerisch gestalteten Hungertuch macht Misereor in jedem Jahr auf die Fastenaktion aufmerksam. Schon seit 1986 machen sich zum Auftakt immer Wallfahrer mit dem Hungertuch auf den Weg, um es vom Eröffnungsort der letztjährigen Aktion zum aktuellen Eröffnungsort zu tragen. Unter dem Motto „Gemeinsam den Weg der Hoffnung gehen“ haben sich diesmal vier Gruppen auf den 270 Kilometer langen Weg von Speyer nach Aachen gemacht. Nach einem ausgeklügelten Stafettensystem sind je 16 Frauen und Männer jeden Alters bei Tag und Nacht unterwegs, um im Wechsel das Hungertuch als Zeichen der Solidarität durch die Bistümer Speyer, Trier und Aachen zu tragen.

Die letzten Etappen führen die Wallfahrer auch durch die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Kornelimünster/Roetgen. Eine Pilgergruppe erreicht am Samstag, 16. Februar, 6 Uhr, die Pfarrgemeinde St. Antonius Rott und übergibt das Hungertuch an die nächste Staffel, die um 6.30 Uhr zur Pfarre Christus unsere Einheit nach Lichtenbusch startet. Von Lichtenbusch wird das Hungertuch nach St. Gregorius in Burtscheid, gebracht, danach nach St. Foillan.

Ein Stück mitgehen

Pfarrer Hans Georg-Schornstein würde sich freuen, wenn Mitglieder aus den Pfarrgemeinden St. Antonius Rott und St. Hubertus Roetgen die Pilgergruppen ein Stück des Weges begleiten würden. „Es ist das erste Mal, dass das Hungertuch in unserer Region Station macht, und es wird auch so schnell nicht wieder vorkommen“, hebt er die besondere Bedeutung hervor.

Das Misereor-Hungertuch 2013 „Wie viele Brote habt ihr?“ wurde von Ejti Stih, einer international bekannten Künstlerin aus Santa Cruz de la Sierra/Bolivien, gestaltet. Ausgehend von dem bekannten Bibeltext über die Brotvermehrung stellt sie dem Mangel die Verheißung von Gottes Fülle gegenüber. Angestoßen werden soll damit auch ein Nachdenken über das eigene (Konsum-) Verhalten und eine Antwort auf die Frage „Wie handelst du angesichts der Armen vor deiner Haustüre?“

Der gemeinsame Tisch ist dabei ein starkes Symbol für die Solidarität mit den Armen.

Am Freitag, 15. Februar, wird um 18 Uhr unter dem Motto „Auf Tuchfühlung“ eine Ausstellung der Misereor-Hungertücher in der Citykirche St. Nikolaus, Großköln­straße, eröffnet. Weitere Informationen zur Fastenaktion und zum Hungertuch von Misereor gibt es auf www.misereor.de.

Das Spendenkonto der Fastenaktion: 10 10 10, BLZ 370 601 93, PAX-Bank Aachen.

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