Das Hotel an der Sandkaulstraße soll 2014 stehen

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
Architekt Manfred Hammers erkl
Architekt Manfred Hammers erklärt Anwohnern und Interessenten seinen Entwurf, der alle städtebaulichen Auflagen wie den Erhalt des Park erfüllen werde. Foto: Harald Krömer

Aachen. Zweifel an dem Projekt wischte Herbert Pontzen vom Tisch: „Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.” Dabei liegt eine gewissen Skepsis durchaus nahe.

Pontzen ist nämlich nicht nur Geschäftsführer der Firma Pea, deren Prestigeobjekt Kaiserplatz-Galerie seit Jahren nicht recht vorankommt, sondern auch der Firma HPG, die ein Hotel an der Sandkaulstraße errichten will. Mit dem Geld niederländischer Investoren, die Pontzen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vorstellen wollte. Sie waren aber in einem Stau auf der Autobahn steckengeblieben. Dennoch versuchte der Wirtschaftsberater plausibel zu erklären, dass es an der Sandkaulstraße anders laufen wird als am Kaiserplatz.

Er sei sich sicher, dass an dem Standort Sandkaulstraße bis Ende 2014 und für 15 Millionen Euro ein Hotel mit etwa 150 Doppelzimmern gehobener Kategorie (drei bis vier Sterne) entstehen werde. Schon jetzt könnten bei hochkarätigen Anlässen wie dem Reitturnier Gäste oft nur im Ausland, etwa in Vaals, untergebracht werden, erklärte er den Bedarf für einen weiteren Beherbergungsbetrieb in Aachen. Seriöse und potente Betreiber stünden auch bereit, wollten aber aus Wettbewerbsgründen nicht genannt werden, bis Baurecht geschaffen und damit von der Stadt grünes Licht geschaffen worden ist, so Pontzen weiter.

Das ist aber ein weiter Weg. Die Stadt hatte den Verkauf des 2000 Quadratmeter großen Grundstücks mit Hotelbebauung 2009 europaweit ausgeschrieben, derzeit wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erarbeitet, das alles braucht viel Zeit und kostet Geld. Anfang 2012 soll die Bürgerbeteiligung erfolgen. Der Neubau soll den Sandkaulpark im Gegensatz zum ersten Plan vor zehn Jahren nicht tangieren, die Grünfläche soll sogar aufgewertet und der Blick auf die Rotbuche geweitet und ein Spielplatz angelegt werden. Die Bürgerinitiative, die sich vor zehn Jahren gebildet hatte, wurde von Anfang an in die Planungen einbezogen und sieht diesmal deutliche Verbesserungen. Die Erschließung soll über die vorhandene Einbahnstraße erfolgen, deren Einfahrt allerdings etwas in Richtung Hotmannspiif verlegt wird. Das Haus soll 60 Stellplätze erhalten, ein Verkehrsgutachten wird derzeit erstellt.

Das Gebäude soll weitgehend an der Stelle des jetzigen Bunkers errichtet werden, der erst abgerissen wird, wenn die Stadt grünes Licht gibt - wegen der benachbarten Realschule möglichst in den Sommerferien 2013. „Hier geht es um viel Geld. Wir haben schon Hunderttausende investiert”, beteuerte Herbert Pontzen noch einmal.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert