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Das Gymnasium bleibt der Favorit

Von: Margot Gasper
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Besonders bei den Gymnasium ist das Anmeldeverfahren ein ausgeklügeltes Rechenexempel. Nicht alle Kinder können an der Wunschschule aufgenommen Foto: imago/biky

Aachen. Die Eltern haben gewählt. Seit Donnerstag liegen die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen auf dem Tisch, und die Bewertung der Verwaltung fällt gelassen aus: „Insgesamt ist die Situation entspannt”, kommentiert Elke Münich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, mit Blick auf zwölf Gymnasien, drei Realschulen und drei Hauptschulen in Aachen.

Das Zahlenwerk zeigt: Das Gymnasium ist weiterhin absoluter Favorit in der Gunst der Eltern. An den Realschulen sinken die Anmeldezahlen, allerdings nicht so stark wie im Jahr zuvor. Und die Hauptschulen haben sogar leicht zugelegt.

Die Aufnahmen an den Aachener Gymnasien gehen jedes Jahr nach einem ausgeklügelten System über die Bühne. Zuerst verschicken die privaten Gymnasien ihre Zusagen. Danach gibt es an den übrigen Schulen sogenannte Verteilungsgespräche. Im Mittelpunkt stehen die Kinder, deren Erstwunsch nicht berücksichtigt werden konnte. Die Anmeldezahlen an den einzelnen Schulen verändern sich somit im Laufe des Verfahrens und weichen teils auch von den tatsächlichen Aufnahmen ab. So konnte zum Beispiel die private Viktoriaschule mit drei Eingangsklassen längst nicht alle 137 Kinder aufnehmen, die in der ersten Runde angemeldet wurden. Nach Münichs Angaben konnten in Aachen insgesamt 51 Kinder nicht am Gymnasium ihrer Wahl aufgenommen werden.

Nach dem jetzt vorgelegten Zahlenwerk hatten sich in Aachen zunächst 1231 Familien für eines der zwölf Gymnasien entschieden. Das waren noch einmal mehr als im Vorjahr, als das Gymnasium für 1224 Familien die Schule ihrer Wahl war. Nach Abschluss der Verteilungsgespräche hat sich die Zahl der Anmeldungen an den Gymnasien allerdings auf 1140 reduziert. Was wiederum den Schluss nahelegt, dass manche Eltern, die keinen Platz an der Schule ihrer Wahl erhielten, sich ganz neu orientiert haben, vielleicht auch außerhalb Aachens.

Wieder Ansturm aufs Inda

Die allermeisten Anmeldungen verzeichnete erneut das Inda-Gymnasium in Kornelimünster. Wie im Vorjahr gingen 170 Anmeldungen ein. Nach Abschluss der Verteilungsgespräche hat sich die Zahl auf 150 reduziert. Damit sind in der fünfzügigen Schule alle fünf Klassen randvoll. Im Vorjahr hatte die Schule angesichts des Andrangs eine sechste Eingangsklasse genehmigt bekommen.

In diesem Jahr würde das Anne-Frank-Gymnasium, das 103 Anmeldungen verzeichnet (Vorjahr 95), gerne eine weitere Eingangsklasse einrichten. Am Dienstag befasst sich der Schulausschuss mit den Anmeldezahlen und auch mit dem Antrag aus Laurensberg.

Die Anmeldezahlen der Gymnasien vor den Verteilungsgesprächen zeigen die Wünsche der Eltern: Anne Frank 103, Couven 110, Einhard 138, Geschwister Scholl 48, Inda 170, Kaiser-Karls-Gymnasium 102, Rhein-Maas 81, St. Leonhard 110, Amos-Comenius-Schule 11, Pius-Gymnasium 129, St. Ursula 92, Viktoriaschule 137.

Die mittlerweile noch drei Realschulen in Aachen verlieren weiterhin Schüler. Sie kommen fürs neue Schuljahr insgesamt auf 224 Anmeldungen. Im Vorjahr waren es noch 257, im Jahr 2010 sogar 330. „Alle Schüler bekommen einen Platz an ihrer Wunsch-Realschule”, erklärt Elke Münich. An der Luise-Hensel-Realschule gingen 100 Anmeldungen ein, an der Hugo-Junkers-Schule 54, an der Alkuinschule 70. Leicht zugelegt haben dagegen die drei Hauptschulen. Die GHS Aretzstraße (34 Anmeldungen), die GHS Burtscheid (32) und die GHS Drimborn (53) kommen gemeinsam auf 119 Schüler. Im Vorjahr waren es 103.

Das Anmeldeverfahren für die vier Gesamtschulen endete bereits vor einem Monat. Von den 667 angemeldeten Kindern konnten 545 aufgenommen werden. An der Heinrich-Heine-Gesamtschule mit zunächst nur 75 Anmeldungen wurden letztlich 100 Kinder aufgenommen.
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