Aachen - Das große Einkaufen nach dem Fest

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Das große Einkaufen nach dem Fest

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
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Mit Tüten voll bepackt: Zahlreiche Menschen nutzten am Montag die Chance nach den Weihnachtstagen wieder zu shoppen.

Aachen. Gut vier Tage waren die Geschäfte geschlossen. Kein Einkaufen möglich. Es sei denn in entsprechenden Internet-Shops. Zudem hatten einige deutsche Großstädte und einzelne Unternehmen mit Sondergenehmigungen einen verkaufsoffenen Sonntag am vergangenen Wochenende angeboten.

Richtig los ging es allerdings erst am Montag wieder. „Es geht um mehr als Einkaufen, das ist Erlebnis-Shopping, quasi ein Familien-Ausflug mit gemütlichem Kaffeetrinken und vielleicht einem Restaurantbesuch”, sagt Manfred Piana, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Aachen-Düren-Köln.

Und dieses Erlebnis ließen sich ganz viele nicht nehmen: Die Aachener Innenstadt war dicht. „Wir hatten fast schon solche Verhältnisse wie an den Tagen vor Weihnachten”, vermeldete Corinna Bürgerhausen, Pressesprecherin der Apag, die insgesamt neun Parkhäuser in der Stadt betreibt. Kamen die Einkaufswilligen dort am Vormittag noch ohne Probleme rein, bildeten sich am frühen Nachmittag die ersten Schlangen. Geduld war angebracht. Und die zeigten die meisten auch.

Auf den Ansturm eingestellt

„Viele haben ja noch Weihnachtsferien. Dementsprechend haben die Kunden erstmal ausgeschlafen und sind erst später in die Stadt gekommen”, sagt Ulrich Wiemann, Verkaufsleiter bei Media Markt Aachen. Er zeigte sich zufrieden mit dem ersten regulären Öffnungstag nach dem Fest: „Wir haben eine sehr gute Kundenfrequenz. Dass heute so viel los ist, darauf waren wir eingestellt. Wir haben deswegen vor allen Dingen ein starkes Info-Team eingesetzt.” So konnten Umtausch-Wünsche für die Weihnachtsgeschenke, die unterm Baum keine Freude bereitetet hatten, schnell erfüllt werden.

Doch hat das große Umtauschen in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. „Zwar wird an den Nachweihnachtstagen das Drei- bis Fünffache wie an normalen Tagen umgetauscht”, betont Dorothee Uhle, Geschäftsführerin Galeria Kaufhof. Aber das ist immer noch weniger als vor einigen Jahren. Und so sah man kaum einen Unglücklichen, der versuchte, den nützlichen Mixer, mit dem er leider nichts anfangen kann, loszuwerden.

„Es wird viel bewusster geschenkt”, erklärt Piana. „Das Umtauschen wird in der Tat weniger”, sagt Louis Jaspers, Geschäftsführer von C&A. „Zunehmend werden Geschenkgutscheine in Anspruch genommen”, betont Jaspers. Gutschriften und Weihnachtsgeld wurden am Tag eins nach den Feiertagen deshalb fleißig eingelöst und ausgegeben. „Winterkleidung, Handschuhe, Schals und Mützen, aber auch Herrenpullover und Hemden sind zurzeit sehr gefragt”, erklärt Jaspers.

Auch in den nächsten Tagen erwarten die Einkaufshäuser und die Einzelhändler in Aachen viele Kunden. „Diese Erwartungshaltung versuchen wir natürlich zu erfüllen. Und damit die Kunden nicht warten müssen, haben wir viel Personal im Einsatz”, betont Dorothee Uhle.

Und auch Schnäppchen sind in diesen Tagen zu machen. Die knallroten Plakate mit riesigen Prozentzeichen darauf weisen den Weg: Viele Geschäfte haben ihre Waren schon reduziert. „Wem etwas gefällt, der sollte es aber jetzt kaufen. Und nicht auf den inoffiziellen Winterschlussverkauf Ende Januar warten. Denn dann ist der Pullover in der passenden Größe vielleicht ausverkauft, und man ärgert sich”, rät Piana.
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