Aachen - Das Frankenberger Viertel feiert die neue Schlossstraße

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Das Frankenberger Viertel feiert die neue Schlossstraße

Von: Nina Krüsmann
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Große Festtafel mitten auf der Fahrbahn: Der Abschluss der Bauarbeiten in der Schlossstraße wurde ausgiebig gefeiert. Das halbe Frankenberger Viertel war auf den Beinen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Schmucke grüne Bäumchen säumen die Straße, eine große Festtafel ist eingedeckt und das ganze Viertel scheint auf den Beinen zu sein: Für einen Tag verwandelte sich die Schlossstraße am Samstag in eine Partymeile und eine wahre „Schlossallee“.

Grund zur Freude ist das Ende der einjährigen Baumaßnahme am Verbindungsstück zwischen Oppenhoffallee und Bismarckstraße im Frankenberger Viertel. Die Arbeiten an Kanal- und Versorgungsleitungen sowie zur Neugestaltung der Fahrbahnoberfläche sind endlich abgeschlossen.

Die richtige Begrünung und Anpflanzung der Bäume beginnt zwar erst im Herbst, aber auch die eigens aus Pappe gebastelten Platzhalter bereiteten Jung und Alt im Rahmen einer Kunstaktion großen Spaß. Ganze Familien bemalten vor Ort „ihren Baum“ – und durften ihn natürlich auch am Ende des Tages als bleibende Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die zwölf Baum-Rohlinge waren zuvor im Langzeitarbeitslosenprojekt Spectrum ausgestanzt worden.

„Vorher hatten wir keine Bäume, deshalb ist das für uns eine tolle Verbesserung“, freut sich Anwohnerin Monika von Bernuth über die neue Begrünung. Sie betreute die Mal- und Bastelaktion, verteilte bunte Buttons an alle Kinder. Das lange ersehnte Ende der Bauarbeiten bringt nicht nur für ihre Kinder eine große Veränderung mit sich: „Sie müssen sich erst mal daran gewöhnen, dass hier wieder Autos fahren dürfen.“ Man hoffe, dass sich die Autofahrer künftig an die Tempo-30-Zone halten.

„Gerade weil die Bauzeit nicht ganz konfliktfrei und mit viel Lärm und Dreck für alle Beteiligten verbunden war, ist es wichtig, das Ende der Maßnahme gemeinsam zu feiern“, betonte Regina Poth von der Stadt Aachen. Die noch vorhandene Straßensperrung für ein solches Fest zu nutzen, sei ideal.

Neben der großen Tafel, an der sich die Besucher Köstlichkeiten der ansässigen Gastronomie schmecken ließen, sorgten viele Programmpunkte auf der Bühne für Kurzweil: Eine Capoeira-Gruppe, die Sänger Franz Aldo und Johannes Brandt sowie Ruty Blues, die Tuffband und „Klartekst“ machten Stimmung. Der Frankenberger Buchladen hatte einen kleinen Bücherflohmarkt organisiert und natürlich stand auch das Monopolyspiel unter dem Motto „Rücke vor bis zur Schlossallee“ hoch im Kurs bei Jung und Alt.

Nun sind Kanal- und Versorgungsleitungen sowie der Straßenbau endlich erneuert. Nach Stawag und NetAachen war zuletzt die Stadt aktiv: Unter anderem wurde die Schlossstraße zur Einmündung Bismarckstraße hin verengt, die Gehwege wurden erneuert und verbreitert. Neue Fahradabstellmöglichkeiten und Pkw-Stellplätze kommen hinzu.

„Was soll ich jetzt viel Negatives sagen über die Probleme des letzten Jahres, wenn doch heute alles so positiv ist“, brachte Uli Kandetzki auf den Punkt, was viele seiner Nachbarn dachten. Seit 20 Jahren wohnt Kandetzki an der Schlossstraße und feierte bei viel guter Live-Musik noch bis in den späten Abend hinein. Der Ärger, die Pfützen vor der Haustür und so manche Lärmbelästigung sind sicher schon bald vergessen.

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