Das Essen wird Punkt 20.47 Uhr serviert

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
Chefkoch Lütfe Besler vom Res
Chefkoch Lütfe Besler vom Restaurant Pera lässt sich bei der Vorbereitung von OB Marcel Philipp, Ahmed Kalkan und Mücremin Yildiz über die Schulter schauen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Noch eine knappe Woche dauert der muslimische Fastenmonat, der Ramadan. Kurz vor dessen Ende lädt die türkisch-islamische Yunus-Emre-Gemeinde jedes Jahr zum Fastenbrechen ein. In diesem Jahr bat der Gemeindevorstand in ein Restaurant an der Pontstraße.

Die Moschee an der Stolberger Straße ist zurzeit eine Baustelle, deshalb ist dort kein Platz für ein hervorragendes Mahl. Die Politik und die Vertreter der Religionen lassen sich jedenfalls stets gerne bitten.

Ess- und Trinkverbot

Am Abend wird Punkt 20.47 Uhr das Essen serviert, auch die Wasserflaschen werden nicht eher geöffnet. Denn im Ramadan gilt das Trink- und Essverbot bis zum Sonnenuntergang. Der ist zwar jeden Abend früher, aber dennoch wird von religiösen Muslimen eine Menge Disziplin abverlangt. Bis 20.47 Uhr haben die diversen Politiker also Zeit, ihre Grußworte zu halten und unisono von Toleranz und Freiheit und gelungener Integration zu sprechen.

Ahmed Kalkan begrüßt die Gäste namens seiner Gemeinde und im Auftrag von Abdurrahman Kol, dem Gemeindevorsitzenden, der sich derzeit in Istanbul aufhält. Kalkan hebt dabei hervor, dass das Fastenbrechen in Aachen eine lieb gewordene Tradition ist. Und er ist auch sichtlich stolz, dass der türkische Generalkonsul aus Köln gekommen ist und auch Oberbürgermeister Marcel Philipp, die Bürgermeisterinnen Margrethe Schmeer und Hilde Scheidt sich blicken lassen und ebenfalls CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Harald Baal, SPD-Ratsvertreter Norbert Plum und der Sozialdezernent der Städteregion, Günter Schabram am Abend zugegen sind, wie die FDP-Ratsvertreter Wilhelm Helg und Peter Blum.

Die FDP-Bundesabgeordnete Petra Müller macht ebenso wohlwollende Anmerkungen wie der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke. Beide beschwören das gute Verhältnis zwischen der Politik und den Menschen verschiedenster Herkunft und Religionen.

Bevor getafelt werden darf, singt mit beeindruckendem Bass Iman Ebubekir Gölpinar noch Suren aus dem Koran, das Tischgebet hält Regionaldekan Josef Voß. Auch sein evangelischer Kollege, Pfarrer Martin Obrikat, ist anwesend.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert