Aachen - Das Entenhaus am Schlossweiher soll weg

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Das Entenhaus am Schlossweiher soll weg

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Nach einem alarmierenden Fisch- und Entensterben im vergangenen September musste der Weiher rund um Schloss Schönau in Richterich für mehere Wochen eingezäunt werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Gleich eine ganze Reihe von Maßnahmen empfiehlt das Gutachten, dass die RWTH Aachen zur Situation des Weihers am Schloss Schönau erstellt hat. Eine absolute Sicherheit, dass Botulismus in Zukunft dort nicht wieder einmal entstehen kann, gibt es dabei aber nicht, betonte die Verwaltung jetzt in der Bezirksvertretung Richterich.

Alarmierendes Tiersterben

Im September des vergangenen Jahres war es zu einem alarmierendem Enten- und Fischsterben in der Teichanlage gekommen. Analysen des Robert-Koch-Instituts ergaben, dass es sich dabei um Botulismus handelte. Ein Verbot der Entenfütterung, die sofortige Entfernung von Kadavern, eine Belüftung des Teichs bei Bedarf, die Reduzierung des Fischbestands in Absprache mit dem örtlichen Anglerverein und die regelmäßige Entfernung des Laubs sind laut Gutachten Maßnahmen, die die Situation verbessern könnten.

Außerdem soll das Entenhaus entfernt werden. Auch damit waren die Richtericher Bezriksvertreter einverstanden.

Skeptisch waren sie aber mit Blick auf das Verbot der Entenfütterung. Hinweisschilder, die genau erläutern, warum es so gefährlich ist, die Tiere zu füttern, seien unerlässlich. Reine Verbote würden nichts nützen, meinten sie. Vorschläge zur naturnahen Gestaltung der Uferbefestigung des Weihers fehlten allerdings laut Horst Werner (SPD) im Gutachten. Er würde sich das Einbringen von Schilf wünschen, um den Sauerstoffgehalt des Weihers zu verbessern. Auch das soll jetzt noch geprüft werden.

Die künstliche Befestigung des Ufers diene aber letztlich der Sicherheit der Besucher, so die Verwaltung. Dennoch könnte zumindest eine gemischte Gestaltung des Ufers eine Lösung sein, hoffen die Politiker.

Nicht übertragbar

Die Lösungen für den Weiher am Schloss Schönau sind individuell und auf andere Gewässer nicht übertragbar, betonte die Verwaltung. Lernen könnte man für andere Weiher wie beispielsweise den in Horbach eher wenig.

Leo Pontzen (CDU) hatte gehofft, dass die Erfahrungen am Schlossweiher helfen könnten, eine ähnliche Situation in Horbach von vornherein zu vermeiden.

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