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Das „Dreckloch” weicht einem gläsernen Entree

Von: Jan Mönch
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Einstiger Schandfleck wird zum schicken Eingang: Knapp eine Millionen Euro hat die Apag in das Parkhaus am Bushof investiert. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es braucht keinen architektonischen Sachverstand, um Manfred Hammers Recht zu geben, wenn er von der stillgelegten Unterführung am Bushof spricht. „Ein Dreckloch, ein Schandfleck” seien die Treppen an der Ecke Kurhausstraße/Peterstraße gewesen. Viele Jahre lang wurden diese vornehmlich als Mülleimer oder gar als Freiluftklosett genutzt.

Schon aus diesem Grund dürfte der Architekt nicht lange gezögert haben, als die Aachener Parkhaus GmbH (Apag) die Sanierung des einen Steinwurf entfernt gelegenen Parkhauses in seine Hände legte. Nun wurde das Parkhaus wieder eröffnet. Mit dem Auto fährt man wie gehabt über die Couvenstraße ein, um es zu Fuß über die Treppe der ehemaligen Unterführung zu verlassen. Geschmückt wird der so in einen Eingangsbereich verwandelte Abstieg nun von einer markanten Glaskuppel. „Eine Aufwertung für das Stadtbild”, findet Manfred Hammers. Zudem erfreulich: Dank eines Fahrstuhls ist der Zugang komplett behindertengerecht gebaut.

Knapp eine Million Euro hat die Apag sich die Sanierung des Parkhauses laut Sprecherin Anne Linden kosten lassen. Und für diesen Betrag wurde der Bau mit seinen 540 Stellplätze gleich mit auf Vordermann gebracht. „Wer unsere Parkhäuser nur von früher kennt, erkennt sie vermutlich nicht wieder”, glaubt Geschäftsführer Hans-Peter Appel. Risse im Beton und Rost an der Metallverkleidung sind verschwunden, neu dagegen ist eine „intelligente Beleuchtung”: Wo sich Kunden bewegen, ist es hell, anderswo wird das Licht automatisch gedämpft.

Dadurch soll erstens der Stromverbrauch sinken und zweitens das subjektive Sicherheitsempfinden steigen. „Unsere Kundschaft schätzt helle Parkhäuser”, weiß Prokurist Herbert Sliwinski, betont jedoch, dass Parkhäuser ohnehin nur im Fernsehen gefährliche Orte seien. „Wir haben in unseren Parkhäusern seit 20 Jahren nichts Böses erfahren.”

Nach vollendeter Arbeit wünscht sich Manfred Hammers nun einen „liebevollen Spitznamen” der Oecher für das gläserne Entree an der Kurhausstraße. „Die markante Form lässt der Fantasie freien Lauf.”
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