Das Angebot ist sehr knapp bei Sozialwohnungen

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Aachen. „Es gibt immer weniger freie Sozialwohnungen, aber die Nachfrage bleibt hoch“, sagt Hans Körfer, Leiter des Fachbereichs Wohnen. Der Fachbereich Wohnen informierte jetzt den Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss über Wohnungssuchende und Wohnungsvermittlungen im geförderten Wohnungsmarkt für den Zeitraum des vergangenen Jahres.

Der Ausschuss beschloss daraufhin einstimmig, dass die Verwaltung die Erkenntnisse aus der Wohnungsvermittlung bei der Dokumentation der „Aachen-Strategie Wohnen“ berücksichtigen soll.

Im vorigen Jahr wurden 1023 Haushalte in eine geförderte Wohnung vermittelt. „Aber die Vermittlungsquote sinkt“, betonte Hans Körfer, Leiter des Fachbereichs Wohnen. Denn seit zehn Jahren gebe es immer weniger freie Sozialwohnungen. Aber die Nachfrage sei stets gleich hoch geblieben. Hinzu komme, dass viele Wohnungssuchende finanziell relativ schlecht dastehen würden.

Körfer: „Der Fachbereich Wohnen begleitet Wohnungssuchende in vielen Fällen, zum Beispiel bei der Besichtigung von Wohnungen oder auch bei Gespräch mit Vermietern. 2013 seien 674 Mal Notstände registriert wurden, im Jahr 2012 waren es noch 804 derartige Situationen.

Von „Notständen“ sprechen die Statistiker, wenn Menschen in Wohnungen leben, die nicht mehr ihren Bedürfnissen entsprechen. Das kann bei älteren kranken Menschen zum Beispiel eine Wohnung in der vierten Etage eines Wohnhauses ohne Aufzug sein. Oder es kann eine Wohnung sein, die zu klein wird, weil durch die Geburt eines weiteren Kindes zu wenig Platz für die übrige Familie bleibt. Wenn dann noch hinzukommt, dass das Familieneinkommen oder die Rente zu klein sind, wird es schwierig, geeignete Wohnungen zu finden. „Notstände“ seien nicht gleichzusetzen mit Obdachlosigkeit. Die Stadt Aachen hat die Möglichkeit, in solchen Notfällen, Wohnungen direkt zu besetzen. Entschieden wird auf der Grundlage eines Dringlichkeitskatalogs, den der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss vor einigen Jahren beschlossen hatte. Zurzeit kann die Stadt Aachen auf 1337 Wohnungen zugreifen.

Zum 1. Januar 2013 wurden in Aachen 9587 mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnungen registriert, die speziell für Haushalte vorgesehen sind, die Wohnberechtigungsscheine der Einkommensgruppe A und B vorlegen können. Durch die regelmäßige Bestands- und Besetzungskontrolle und den monatlichen Abgleich mit den Daten des Einwohnermeldeamtes konnte die Stadt sicherstellen, dass nur knapp 0,5 Prozent der geförderten Wohnungen leer standen.

In Zusammenarbeit mit der Gewoge könne der Fachbereich Wohnen auf weitere 1700 frei finanzierte Wohnungen der Stadt zugreifen und Benachteiligten am Wohnungsmarkt zur Verfügung stellen.

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