Aachen - Damit Syrien nicht in Vergessenheit gerät

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Damit Syrien nicht in Vergessenheit gerät

Von: Martina Stöhr
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Aachen. „Die Not ist groß, und daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern“, meint eine Gruppe junger Leute rund um den syrischen Arzt Ali Al-Jalloud. Und deshalb wollen sie auch in Zukunft weiter aktiv sein, um der vom Bürgerkrieg geplagten Bevölkerung in Syrien zu helfen.

Angefangen hat alles mit einem Medikamententransport, den sie mit Hilfe der Spedition Hammer in das Krisengebiet schickten. Bei dieser Hilfsaktion syrischer Studierender und Ärzte in Aachen konnten Medikamente und medizinische Hilfsmittel im Wert von 23.000 Euro verfrachtet werden.

„Der Transport ist angekommen“, sagt Beate Engelhofen, die die Syrien-Aktion unterstützt. „Medikamente und Geldspenden haben die Menschen vor Ort erreicht.“

Doch die Not ist weiterhin groß, und deshalb wollen auch die Spendenorganisatoren am Ball bleiben. Diesmal allerdings bitten sie gemeinsam mit der Katholischen Hochschulgemeinde um Geldspenden, für die vor Ort Grundnahrungsmittel gekauft werden sollen.

„Die Menschen hier wollen das Leid nicht mehr sehen“, bedauert Ali Al-Jalloud. „Es gibt so viele Tote“, fügt er hinzu. „Ich kenne keine Familie, die nicht betroffen ist“, meint Yamen Abou Oun, Architekt aus Syrien. Es gebe bereits 60.000 Opfer, 40 Prozent des Landes seien zerstört, und ein Ende sei nicht in Sicht. Und die Flüchtlinge, die das Land nicht verlassen hätten, seien von der Not vielleicht am meisten betroffen. Genau für diese wollen sich die Aachener einsetzen. Nachdem die gesammelten Medikamente inzwischen in Nordsyrien an Krankenhäuser und Einrichtungen verteilt worden sind, sehen die Helfer jetzt einen großen Bedarf an Nahrungsmitteln im Land.

Mit ihrer zweiten Aktion wollen sie genau hier aktiv werden und bitten dafür um die Unterstützung der Aachener. Die zeigen laut dem Syrer Ali Al-Jalloud, der als Arzt am Uniklinikum arbeitet, durchaus Interesse für die Lage in seinem Land.

Aber je länger der Konflikt dauert, desto weniger werde darüber geredet. Ali Al-Jalloud und seine Mitstreiter wollen dafür sorgen, dass Syrien nicht in Vergessenheit gerät.

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