Aachen - Damit die jungen Leute wissen, worauf sie sich einlassen

Damit die jungen Leute wissen, worauf sie sich einlassen

Von: Werner Breuer
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Auf gute Zusammenarbeit: Gabri
Auf gute Zusammenarbeit: Gabriele Hilger und Prof. Marcus Baumann unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Nun auch mit Brief und Siegel: Die Fachhochschule (FH) Aachen und die Agentur für Arbeit Aachen haben mit einer Kooperationsvereinbarung geregelt, wie sie junge Leute bei der Studien- und Berufsorientierung unterstützen wollen.

Als Beginn einer langen Freundschaft ist das nicht unbedingt zu verstehen, eher als deren Verfestigung. „Es ist ja nicht so, dass wir jetzt zum ersten Mal über dieses Thema nachdenken”, erklärt Gabriele Hilger, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Aachener Arbeitsagentur.

Seit Jahren bemühe man sich gemeinsam mit der FH darum, die jungen Menschen in solchen Übergangsphasen zu bgleiten. Sie sollten später „ihre Entscheidungen nicht bereuen, einen guten Abschluss machen” und gut qualifiziert auf dem Arbeitsmarkt ankommen. Ohne Orientungshilfen dürfte der Nachwuchs es einigermaßen schwer haben, meint FH-Rektot Prof. Dr. Marcus Baumann. Wegen verkürzter Schulzeiten und der Aussetzung der Wehrpflicht kämen junge Leute vier früher in jene Phase, in der Entscheidungen getroffen werden müssten. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die nicht so reif sind wie früher”, sagt Baumann. Und so müssen mitunter 17-Jährige Entscheidungen fürs Leben treffen.

Informationsaustauch

Für den FH-Rektor hängt der Erfolg eines Studiums wesentlich davon ab, „dass man weiß, worauf man sich einlässt”. Helfen kann dabei zum beispiel ein „Hochschul-Informationstag” (HIT), Bei dieser Gelegenheit will die Fachhochschule umfassend über ihre Angebote infotrmieren. Und da kann es nicht schaden, wenn Berater der Arbeitsagentur von solchen Dingen wissen und junge Leute darauf hinweisen können. In den Sprechstunden etwa, die von der Arbeitsagentur angeboten werden.

„Das muss zusammengeführt werden”, meint Gabriele Hilger, „ wir wollen die gegenseitige Information.” Und so beteiligt sich die FH auch an den Info-Veranstaltungen der Arbeitsangentur. Die Verabredung über den gegenseitigen Austausch ist für Rektor Baumann „kein Lippenbekenntnis”. Ihm ist wichtig, dass die Zusammenarbeit verbindlich festgelegt ist. Dadurch könnten für die jungen Leute „leichter Wege gebahnt werden”, glaubt Gabriele Hilger.

Das sei auch gerade dann wichtig, wenn jemand in einer frühen Phase der Orientierung womöglich die falsche Richtung eingeschlagen habe. „Es ist erlaubt, sich mal zu irren”, sagt Hilger. Nach solchen Erfahrungen würden oft weitaus tragfähigere Entscheidungen getroffen. Marcus Baumann ist dabei wichtig, „dass kein Mensch auf der Strecke bleibt und keiner verloren geht”.
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