Damit aus Joggern keine Pfadfinder werden

Von: Werner Czempas
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Damit sich die Aachener ihre J
Damit sich die Aachener ihre Jogging- und Wanderstrecken durch den Öcher Bösch nicht mühsam zusammensuchen müssen, hat die FDP nun beantragt, dass Wander- und Joggingwegenetz im Wald zu verbessern. Am Dienstag befasst sich der Umweltausschuss mit dem Thema. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Lang ists her, dass der Öcher Bösch nur ein simpler Nutzwald war. Schon 1882 beschloss der Rat, dass der Stadtwald nicht länger nur Brennholz fürs Volk und Eicheln für die Schweinehaltung liefern, sondern auch der Erholung der Bevölkerung dienen möge.

Seitdem erobern die Bürger ihren Bösch. Der fast 2500 Hektar große Aachener Wald ist heute das am meisten besuchte Naherholungsgebiet Aachens. Neben den Spaziergängern und Wanderern sollen sich dort bald auch die Sportler und die Nordic-Walker noch wohler fühlen.

Es sei dahingestellt, ob sich von den niederschmetternden Umfragewerten erschöpfte Aachener Freidemokraten häufiger als andere Zeitgenossen zur mentalen Auffrischung wandernd oder joggend in den Stadtwald aufmachen, jedenfalls entdeckten die Liberalen dort einige Mängel. Weshalb die FDP-Ratsfraktion schon im vergangenen Mai einen Antrag einbrachte, die Wander- und Joggingmöglichkeiten zu verbessern. Die „vielfältige, teilweise verwirrende Wegeführung” sei unzureichend. Eine bessere Kennzeichnung inklusive Kilometerangaben werde, auch mit Blick auf eine älter werdende Bevölkerung, „die Schönheit des Aachener Stadtwaldes besser erschließen”, ohne dass die Jogger und Wanderer zu Pfadfindern werden müssten.

So fein formuliert, so richtig und wahr: Jetzt können zumindest die Aachener Liberalen ein Erfolgserlebnis feiern. Denn das Gemeindeforstamt, das Umweltamt und das Sportamt machten sich ans Werk. Mit dem Ergebnis ihrer Arbeit befasst sich am kommenden Dienstag der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz (17 Uhr, Sitzungssaal Fachbereich Umwelt, Reumontstraße 3).

Danach soll im Stadtwald, wie das in Amtsdeutsch klingt, „die Funktionalität der farbigen Rundwege erweitert” werden. Übersetzt: Die Wanderstrecken werden auch für Jogger und Nordic-Walker erschlossen. Dafür werden die bislang isoliert liegenden Rundwege miteinander vernetzt. Die sportlicheren Waldgänger, ob sie joggen oder nordisch „walken”, können dann je nach Puste und Ausdauer unterschiedliche Streckenlängen und Steigungen miteinander kombinieren. Voraussichtlich im März erscheint ein Faltblatt, das über die Strecken, ihre Länge, die Verbindungen zu anderen Wegen, Steigungspotenziale und vieles mehr informiert. Die Infos können dann auch im Internet unter www.aachen.de abgerufen werden. Der Fachbereich Umwelt: „So können nicht nur die Bürger der Stadt Aachen ihre Jogging- und Wanderstrecken planen, sondern auch der nicht ortskundige Besucher kann sich schnell und zielführend orientieren.”

Farbig markiert

Die farbig markierten Rundwege durch den Öcher Bösch, so das Umweltamt, seien heute schon „optimal an öffentliche Parkplätze und Waldparkplätze angebunden”. Allerdings werden die alten Orientierungstafeln durch neue ersetzt. Die neuen Tafeln werden nicht nur den Standort und die von dort angebundenen Wander- und Reitwege anzeigen, sondern auch - wie von der FDP vorgeschlagen - die Kilometerlängen und zusätzlich auch die Rettungspunkte im Aachener Wald angeben.
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