Damit Aachen auch nachts schön strahlt

Von: Christiane Husmann
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Zehn Jahre Förderverein Lichtprojekt Aachen: Vereinsvorsitzender Dieter H. H. Stolte (links) und Dr. Peter Asmuth (Vorstand der Stawag) wollen die Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen. Foto: Ratajtzak

Aachen. Abends, wenn es andernorts ganz schnell zappenduster wird, gehen in Aachen noch lange nicht die Lichter aus. Auch in der Dunkelheit erstrahlen historische Baudenkmäler und andere Sehenswürdigkeiten im Lichterglanz, so dass jeder auch des Nachts ihre Pracht sofort erkennen kann.

Grund dafür sind die ausgeklügelten Beleuchtungs-Ideen und Konzepte des „Fördervereins Lichtprojekt Aachen”, der die Kaiserstadt mittlerweile seit zehn Jahren ins rechte Licht rückt. Gründungsmitglied und Fördervereinsvorsitzender Dieter H. H. Stolte denkt nicht gern an die Zeit vor der Fördervereins-Gründung zurück, in der es um Aachens Sehenswürdigkeiten herum ab der Dämmerung noch ziemlich düster aussah.

„Das Rathaus wurde mit sehr kaltem Licht beleuchtet, und das verursachte eine ungemütliche Atmosphäre”, erinnert er sich. Das war Grund genug für den Förderverein, mit der Stawag und der Stadt Aachen ein neues Lichtkonzept für das historische Rathaus anzustoßen und zu begleiten. Seither kommt die detailreiche Fassade mit ihren Skulpturen und den Türmen auch nach der Dämmerung zur Geltung. Das Ergebnis stellte Dieter H. H. Stolte, ehemaliges Vorstandsmitglied der Stawag, und die anderen Fördervereinsmitglieder endlich zufrieden. „Jetzt ist es ein richtig gemütlicher Ort geworden”, sagt er und nickt.

Schon 1998 hatte die Stawag mit Partnern einen „Lichtplan” für die Sehenswürdigkeiten der Stadt ausgearbeitet. Die Idee kam bei vielen Bürgern und Unternehmern so gut an, dass sich ein Jahr später der „Förderverein Lichtprojekt Aachen” gründete. Heute zählt der Verein rund 60 Mitglieder und plant immer wieder neue Beleuchtungsideen. 70 Objekte sind auf diese Weise schon zum abendlichen Blickfang geworden. Finanziert werden die Projekte mit Spenden.

Seit seiner Gründung hat der Verein bereits den Elisenbrunnen, das Stadttheater, Teile des Kurhauses, das Haarener Friedenskreuz und etliche andere Objekte in neuem Licht erstrahlen lassen. Gern erinnert sich Stolte an das bislang größte Lichtprojekt, die Illumination des Domes. Von der Planung bis zur Realisierung hatte der Förderverein dieses besondere Projekt begleitet und nach und nach die Kuppel, Skulpturen und andere Details des Domes in neues Licht getaucht.

Auch für die Zukunft hat der Verein sich einiges vorgenommen. Zurzeit werden Spenden gesammelt, damit auch das Roskapellchen und die Annakirche beleuchtet werden können. Verwendet würden bei allen Projekten ausschließlich energiesparende Lichtquellen, betont Stolte. Dem Verein sei dies besonders wichtig. Dr. Peter Asmuth hat als Vorstand der Stawag im vergangenen Jahr Stoltes Nachfolge angetreten und ist begeistert von der Arbeit des Fördervereins. „Die Zusammenarbeit hat zuvor gut funktioniert, und wir wollen auch jetzt weitermachen”, unterstreicht er.

Wer sich ganz genau über die Arbeit des Fördervereins informieren möchte, findet am Weihnachtsmarkt-Stand Nr. 24 die richtigen Ansprechpartner. Dort gibt es außerdem ein Gewinnspiel, bei dem die Öcher ihre Ortskenntnisse unter Beweis stellen müssen. Wer weiß, wie die verschiedenen gesuchten Gebäude heißen, gewinnt beispielsweise ein Poster oder einen Kalender der Aachener Sehenswürdigkeiten. Ganz sicher gehen alle, die schon zu Hause auf der Internetseite des Fördervereins geübt haben. Für die Internetuser hat der Verein außerdem eine besondere Überraschung parat: Sie können den Weihnachtsmarkt auf dem Katschhof per Webcam live beobachten. Alle 90 Sekunden geht ein neues Bild online. Die Webcam ist am Dom angebracht.
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