Aachen - D’r Zoch kött: In Brand rollt die Campusbahn

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D’r Zoch kött: In Brand rollt die Campusbahn

Von: Hanny Hellrung und Nina Krüsmann
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Sportlich: Mit Turnvater Jahn ist in Haaren der Turnverein unterwegs. Foto: Martin Ratajczak
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Goldig: Wandelnde Pokale sorgen in Eilendorf für einen echten Blickfang. Foto: Martin Ratajczak
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Schön bunt: Diese fröhlichen Clowns erobern den Karnevalszug in Richterich. Foto: Martin Ratajczak
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Viel Verkehr: Die Unterbähner schicken in Brand schon mal die Campusbahn auf die Schiene. Foto: Martin Ratajczak
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Glücksbringer: Als Schornsteinfeger ist dies Trimm-dich-Gruppe aus Oberforstbach in Lichtenbusch unterwegs. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. D’r Zoch kött: Lange hatten die Jecken in den Stadtteilen dem Sonntag entgegen gefiebert, und pünktlich kam die Sonne zum Vorschein. In „Redderich“ freuten sich die ausrichtenden KG Koe Jonge Richterich mit ihrer Prinzessin Manuela I. auf den Stadtteilzug. 1200 Kilogramm Süßigkeiten hatte der Verein geladen. Bevor Ihre Lieblichkeit am Ende des Zugs den Narren ihre Referenz erwies, waren bunt kostümierte Fußgruppen und Wagen an der Reihe: Anita Birkowitz geht jedes Jahr mit – diesmal als Clownfrau mit ihrem Bauchladen.

Die Verwandten von Kinderprinz Luca II. begaben sich in schicken violetten Kleidern auf Familienausflug. Die Arbeiterwohlfahrt spielte Zirkus, und die Messdiener der Pfarre St. Peter Orsbach begaben sich als Engel in den Himmel, während die Grundschule Richte­rich ihre Schützlinge als Pinguine auf den Zug schickte.

Das Epizentrum des Straßenkarnevals in Richterich ist zwischen der Kirche und der Hofburg der Prinzessin bei Poth. Hier stehen die Jecken dicht gedrängt. Die Richtericher Clowns, der Instrumentalverein Richterich, die örtliche Arbeiterwohlfahrt und besonders die KG Horbacher Freunde prägten das Bild. Mit rund 100 Teilnehmern und vier Wagen, darunter die alte Straßenbahn und die Raupe der Kinder, präsentierte sich der Verein aus Horbach in Bestform. Auch die Friends of Fantasy, Norddeutscher Meister im Showtanz 2012, hatten ihren eigenen Wagen. Die Koe Jonge schickten ihre Tänzer der Icebreaker, der Marangis und das strahlende Tanzpaar der Prinzengarde, Daniel Fichte und Daniela Gutheiss ins närrische Treiben.

Drei Mal „Hoore Alaaf“

Auch in Haaren hatte Karneval am Sonntag Hochkonjunktur. Hunderte Jecken jubelten den Wagen und Fußgruppen zu. Bereits vor Zugbeginn fand am Haarener Markt Haaren karnevalistisches Treiben statt. Jung und Alt erwarteten freudig den Start. Bei trockenem und kaltem Winterwetter konnten die Zuschauer sogar ihre Sonnenbrillen hervorholen. Der meistgespielte Hit des Tages war mit Sicherheit Mickie Krauses „Sie hatte nur noch Schuhe an“, überall sangen die Zuschauer kräftig mit. Überall flogen die Kamelle, ganz Haaren war auf den Beinen, um den Tulpensonntag zu feiern.

Die KG Hooreter Frönnde und die KG Horeter Jonge genossen ihr Heimspiel: Die Hooreter Frönnde waren mit drei Wagen dabei, dem großen Wagen der KG, der Almhütte und der Burg. Die Hooreter Bambis, Hooreter Kitz, die Große Garde, die singende Tanzmarie Nancy Franck, Tanzmarie Miriam, die Yellow Tigers und eine Fußgruppe der Uniformierten machten mit. Bis in den Nachmittag ging die Open-Air-Party bei strahlendem Sonnenschein weiter.

In Eilendorf feierte die Kindergruppe der KG Nirmer Narrenzunft am Tulpensonntag ihr 4x11 jähriges Bestehen. Bei strahlendem Sonnenschein verteilte Kinderprinz Tim I. Kamelle und Blumensträuße. Die meisten Jecken drängten sich am Heinrich-Thomas-Platz und sahen einen bunten und abwechslungsreichen Umzug. Einige Karnevalsgruppen verkleideten sich als Hippies, Obstkorb oder Blumenwiese. Ein besonderer Hingucker waren die Eilendorfer Wanderpokale – mit ihren kreativen und individuellen Kostümen begeisterten sie Groß und Klein. Und auch der zum Kreuzfahrtdampfer umgebaute Wagen, die „MS Alaaf“, sorgte für gute Stimmung und fand unter den Eilendörfern viel Anerkennung und Lob.

Mit 46 Zugnummern war der Brander Festzug wieder der größte in den Stadtteilen. Unter dem Motto „Hand in Hand, för de Kenger op d’r Brand“ sammelten die Brander Unterbähner am Zugweg für den guten Zweck. Der Erlös kommt der Kinder- und Jugendarbeit und der Brauchtumspflege in Brander Vereinen zugute. Außerdem ließen die Unterbähner schon ihre Variante der Campusbahn fahren. Eine Lösung für die finanziellen Probleme auf dem Tivoli präsentierten die Mauerspechte: „Vür bohre op d’r Tivoli noh Oel“. Die Bohrplattform bauten sie – voll funktionsfähig – an ihren Wagen. Auch die Prinzengarde Brander Stiere zog mit ihrer Kanone „Dr. Zock“ alle Blicke auf sich. Ein weiterer Höhepunkt war Bürgerprinz Thomas I., der von den Aachener Stadtreitern eskortiert wurde.

Wochenlang hatten sie an ihren Kostümen und Wagen gearbeitet: In Oberforstbach startete am Sonntag um 14.30 Uhr der Zug durch das „jeckste Dorf von Europa“ nach Lichtenbusch. Die bunte Parade bestand unter anderem aus Schmetterlingen, Schornsteinfegern, Indianern und Schlümpfen. Letztere hatten aus ihrem Wagen ein „Schlumpfhausen außer Rand und Band“ gezaubert und sorgten mit lauter Musik für ausgelassene Stimmung. Das Männerballett Oberforstbach kam in Zwergenkostümen; eine andere Fußgruppe spannte einen riesigen Euro-Rettungsschirm auf. Das Dreigestirn der KG Lichtenbusch mit Prinz Jörg I., Bauer Martin und Jungfrau Barbara bildete den Schluss des kurzen, aber äußerst gut gelaunten Umzugs. Danach ging es weiter zur ersten großen After-Zoch Party in den Saal Kessel.

 

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