Aachen - Cyrano de Bergerac: „Eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt“

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Cyrano de Bergerac: „Eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt“

Von: Eva Onkels
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Cyrano (Thomas Ziesch, rechts) liebt Roxane (Birthe Gerken, links), doch sie ist jemand anderen verliebt. Das sind die klassischen Grundvoraussetzungen des Stückes Cyrano de Bergerac, das das Grenzlandtheater nun auf die Bühne bringt. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Es gibt nur wenige Liebesgeschichten, die so berühren, so schön-traurig sind, wie die von Cyrano de Bergerac, geschrieben von Edmond Rostant im Jahr 1897. „Es ist eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt“, so beschreibt Regisseur Ulrich Wiggers das Werk, das am Mittwoch, 14. März, im Grenzlandtheater Premiere feiert.

Rostant verbindet in dem Stück geschickt tragische Elemente mit komödiantischen Einlagen, so dass am Ende ein Stück steht, das den Zuschauer sowohl tieftraurig, als auch gut unterhalten zurücklässt.

Unerträglich hässlich?

Die Geschichte um Cyrano dürfte weitestgehend bekannt sein. Cyrano (Thomas Ziesch), der sich aufgrund seiner übergroßen Nase für unerträglich hässlich hält, ist verliebt in seine wunderschöne Cousine Roxane (Birthe Gerken), die sich jedoch in Christian de Neuvillette (Jan Stapelfeldt) verliebt. „Geistvoll sieht er aus, stolz, adlig, herzhaft, ist jung und schön“, schwärmt sie über den jungen Kadetten, der neuerdings auch in Cyranos Regiment dient. Wirklich geistvoll ist Neuvillette allerdings nicht und bittet den poetisch mehr als begabten Cyrano um Hilfe.

Der hilft ihm bereitwillig und drängt die beiden sogar dazu, zu heiraten, um Roxane vor einer Heirat mit dem Grafen Guiche (Steven Reinert) zu bewahren. Doch Guiche weiß sich zu rächen und schickt Cyrano und Christian an die Front.

Ganz im Gegensatz zur letzten Produktion des Grenzlandtheaters, der französischen Komödie „Paulette“, wartet Cyrano mit einer erstaunlich spartanischen Bühne auf. Eine schwarze Metallkonstruktion ist das einzige dauerhafte Element, alle anderen Gegenstände werden rein- und rausgetragen, vom Tisch bis hin zu einem aufklappbaren Ofen inklusive Brot, Brötchen und Kuchen.

Wegen dieser Gestaltung wirken jedoch die Kostüme der Darsteller und Darstellerinnen umso mehr. Statt auf moderne Kleidung, Jeans, T-Shirt und Anzug zu setzten, haben sich Regisseur Wiggers und Intendant Uwe Brandt für üppige Kostüme entschieden, ganz im Stile der Zeit, in der Cyrano de Bergerac spielt. Den Details in den Kleidern der Damen und den Wämsern der Herren sollte der Zuschauer sich ebenso widmen, wie den hervorragend choreographierten Fechtkämpfen, die unter Anleitung des Fechtlehrers Klaus Figge entstanden sind. Sie sind nicht nur actiongeladen, sondern von einer tänzerischen Leichtigkeit, die beim Zusehen Freude macht.

Dem Kampf verleiht Figge damit fast die gleiche Poesie, die sich auch in der gesprochenen Sprache entfaltet. Diese zu lernen hat zwar dem ein oder anderen Ensemble-Mitglied Mühe bereitet und erfordert hohe Konzentration – ein Texthänger ist hier nicht so leicht zu überspielen – aber die Freude an diesem Stück gleicht das allemal aus.

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