Creme de la Creme des Öcher Platt wagt sich auf die Bühne

Von: dd
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Zwei Verehrerinnen: Gitta Haller und Laura Lennartz heimsten tosenden Applaus ein. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Creme de la Creme des Öcher Platt hat sich auf die Bühne gewagt, um den Abend rund um die Thouetpreis-Verleihung an René Brandt unterhaltsam zu gestalten. Ein zum Teil sachkundiges Publikum wurde nicht enttäuscht von den Vorträgen.

Das Thouet-Priis-Orschester unter der Leitung von Ägid Lennartz am Piano, Johannes Meier am Schlagzeug und Heinrich Fries am Saxophon, spielte überzeugend, Uwe Brandt ist als Moderator ein Gewinn.

Eine ernst heitere Geschichte „Weihnachten 2010 - noch ens Jlöck jehat” trug im bester Mundart - man kann sagen Oxford-Öcher-Platt - Hubert Crott vor. Demnach ist die Dombausage zwar schön, aber falsch. Denn die Aachener liehen sich das fehlende Geld für den Mariendom von der Gottesmutter, die es auch bereitwillig herausrückte, allerdings eine Bedingung stellte.

Jedes Jahr am 24. Dezember werde sie mit Josef durch das winterkalte Aachen wandern und eine Unterkunft für eine Nacht suchen. Wenn aber keine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt würde, würde sie das Jesuskindchen aus der Krippe des Doms mitnehmen. Dann könnten die Öcher mit allem joldenen Pröll, aber ohne das Christkindchen Weihnachten feiern. Maria und Josef suchten auch am heiligen Abend vergangenen Jahres die Unterkunft, begannen am Preusweg, zogen über die Gräben, versuchten es bei einem Domkapitular, aber überall wurde ihnen die Türe vor den Nasen zugeschlagen. Nur hinter den Gasballons vor Haaren, in einer kleinen zugigen Baracke, hatten sie Glück. Eine Gastarbeiterfamilie ließ sie rein.

Als Dank fand die Familie am nächsten Tag eine Daueraufenthaltsgenehmigung, sie stand nämlich kurz vor der Ausweisung. Und so konnten auch diesmal die Aachener wieder mit dem Christkindchen Weihnachten feiern, ohne zu wissen, dass eine ungeliebte Familie das geliebte Familienfest gerettet hatte.

De Kenger va de Lindenschuel sangen unter der bewährten Leitung von Günther Kerkhoffs Lieder aus der Oper „Die Teufelsprinte”, das kam an, stolz und erfreut nahmen die Schülerinnen und Schüler den Applaus des Publikums entgegen. Karl Allgeier und Richard Wollgarten klärten die Anwesenden von der Bedeutung des neuen Aachener Sprachschatzes auf, „e nöi Noehkicksel - bruucht mer dat? - die Frage beantwortete sich von selbst.

Zweij Veriehrerinne - Gitta Haller und die elfjährige Laura Lennartz - sangen zu Ehren des Preisträgers, der Lohn der Mühe war tosender Applaus. Toll, die beiden. Hein Engelhardt trug wieder in bewährter Manie ein Gedicht vor und musste eine Zugabe geben.

Über ihre Einkaufsabenteuer bei d´r Aldi erzählte Angelika Kutsch einige Anekdötchen. Zum Kringeln!

Da blieb René Brandt nichts anderes übrig, als sich bei allen zu bedanken, auch beim Herrn Papa und doppelt bei Ehefrau Steffi, wegen ihrer Verständnisses für die vielen Auftritte während der Session, die die 4Amigos nun mal haben.
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