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Couven-Gymnasium bundesweit top beim Börsenspiel

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
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Mit 20.000 Euro Startkapital haben sie angefangen: Die jungen Börsianer vom Couven-Gymnasium sind Sieger beim Frankfurter Börsenspiel. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Seine ganz persönliche Finanzkrise konnte Dominic Ix im letzten Moment abwenden. In den Automobilzulieferer Magna hatte er investiert, zu einem Zeitpunkt als dieser um die Übernahme von Opel verhandelte. Dominic Ix spekulierte, dass der Deal gelingt und der Wert seiner Papiere steigt.

Es kam anders. Und Dominic Ix war froh, dass er sein Vermögen gerade noch rechtzeitig umgeschichtet hatte. 20.000 Euro Startkapital standen ihm zur Verfügung. Virtuelles Geld, denn Dominic Ix ist kein abgebrühter Broker, sondern Schüler des Couven-Gymnasiums.

Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden aus der 10A machte er mit beim Frankfurter Börsenspiel. Die Aktion lief bundesweit, insgesamt 72 Klassen beteiligten sich. Über das Internet investierten sie in Fonds, handelten mit Aktien und Wertpapieren. Das Geld war zwar nicht real, die Börsenkurse aber wohl.

Die Couven-Schüler bewiesen das beste Gespür. Sie machten den ersten Platz beim Börsenspiel. Neben Dominic Ix standen auch Johannes Schirm, Lucas Gollers, Jonas Gnioui, Philipp Muser, Philippe Drießen, Lukas Meschwitz, Tarek Meyer, Lukas Naber und Benjamin Feßler jeweils 20.000 Euro Startkapital zur Verfügung. Im Durchschnitt hatten sie daraus nach dreimonatigem Börsenhandel fast 25.400 Euro gemacht. „Wir waren aber zwischenzeitlich schon auf 30.000 Euro”, sagt Philippe Drießen.

Flott umgeschichtet

Das Spiel vermittelte jedenfalls nicht allein Wissen über die großen Chancen auf dem Frankfurter Parkett, sondern auch über dessen Risiken. „Das ist schon wie eine kleine Sucht”, gesteht Dominic Ix. Das Leben der Schüler krempelten ihre Investments jedenfalls kräftig um. Mehrmals täglich kontrollierten sie die Entwicklung des DAX im Internet, Nachrichten wurden plötzlich so oft wie möglich begierig aufgesogen. Deswegen erfuhr Dominic Ix dann auch früh, das die Verhandlungen zwischen Magna und Opel ins Stocken geraten waren - und schichtete sein Geld in Biotechnologie-Unternehmen aus der Aachener Region um.

Eine gute Entscheidung, die Kurse stiegen. Und plötzlich folgte die gesamte 10A Ix´ Investmentstrategie. „Am Ende hatte wir fast alle die gleichen Aktien”, sagt Lucas Gollers.

Für Klassenlehrer Michael Daimler kam der Erfolg übrigens ziemlich überraschend: „Ich wusste gar nichts von dem Spiel, bis irgendwann durchsickerte: Die haben gewonnen.” Eine Reise nach Frankfurt inklusive Führung über das „Alte Parkett”. Lehrer Daimler nehmen sie natürlich mit.

Nicht nur deshalb meint der Pädagoge, das sich die Teilnahme auf jeden Fall gelohnt habe: „Es ist nützlich, sich mit den Mechanismen der Finanzwirtschaft auszukennen.” Und Daimler ist sich sicher, dass seine Schüler mit realem Geld vorsichtiger umgehen würden. Dann nämlich wäre eine persönliche Finanzkrise sehr viel folgenreicher.
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