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Container für Studenten auf dem Kronenberg

Von: Werner Breuer
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Studenten statt Grundschüler: Inken Tintemann und Maike Schlick (v. l.) haben Pläne für das Areal am Kronenberg. Foto: Harald Krömer

Aachen. Für Studenten wird die Budensuche in den nächsten Jahren einigermaßen schwierig. Planungspolitiker von CDU und Grünen haben deshalb schon mal damit angefangen. Fündig geworden sind sie jetzt am Kronenberg.

Die dortige Grundschule macht im Sommer dicht. Dann wäre dort Platz für „studentisches Wohnen auf Zeit“, meinen Maike Schlick, planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, und Inken Tintemann, sachkundige Bürgerin der Grünen im Planungsausschuss.

Wohnen sollen die Studierenden allerdings nicht in den Klassenräumen der einstigen Grundschule Kronenberg. Deren Bausubstanz sei „nicht gut“, meint Inken Tintemann. Das Gebäude habe schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel und solle abgerissen werden. Den damit gewonnenen Platz solle die Verwaltung einem Investor anbieten, heißt es in einem Ratsantrag von Schwarz-Grün. Der könnte dort besagtes „studentische Wohnen auf Zeit“ anbieten.

Will sagen: Es muss nicht für die Ewigkeit gebaut werden. Gebraucht werden die Studentenbuden vor allem im Wintersemester 2014/15, wenn die Stadt mit einem „Peak“ rechnet. Dann erreicht der doppelte Abiturjahrgang 2013 die Hochschulen, der Wegfall von Wehrpflicht und Zivildienst lässt die Zahlen weiter steigen.

Auf dem Höhepunkt werden in Aachen wohl 48.500 Studierende eingeschrieben sein, rechnen Fachleute vor, 8500 mehr als der Durchschnitt. Für die wird schon jetzt Wohnraum geschaffen. Manche Projekte sind gerade in Planung, manche sogar schon fertig, und bei der Stadt ist man guten Mutes, dem erwarteten Ansturm zumindest schon mal mit 2000 zusätzlichen Unterkünften begegnen zu können.

Weil das aber nicht reicht, wird in allen Ecken gesucht. Und auf den etwa 5000 Quadratmetern Fläche, die auf dem Gelände der alten Grundschule gewonnen würden, ließen sich nach den Vorstellungen von Maike Schlick etwa 230 Wohncontainer aufstellen. Diese Form der Unterbringung gebe es in den Niederlanden häufiger, sagt sie. Die Studenten hätten in diesen Containern 26 Quadratmeter Platz, Nasszelle und Küchenzeile inklusive. „Um die größte Not zu lindern – warum nicht?!“

Und Inken Tintemann verweist auf die schon bestehende Infrastruktur, zu der sie auch die Mensa der benachbarten Hauptschule zählt.

Natürlich müssten die Pläne – für die es nach ihrer Meinung durchaus interessierte Investoren gibt – noch abgestimmt werden mit den Plänen für einen Neubau einer städtischen Kindertagesstätte auf einem Teil der Fläche.

Die Lage sei jedenfalls reizvoll für Studenten, meint Inken Tintemann: Das Uniklinikum und andere Hochschuleinrichtungen in diesem Bereich seien nicht weit, die Innenstadt auch nicht, und mit der Ulla-Klinger-Halle gibt es sogar ein Schwimmbad direkt nebenan.

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