Comedy-Stars stehen 2011 hoch im Kurs

Von: Achim Kaiser
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Aachen. Zahlreiche Stars und Sternchen machen auch in diesem Jahr wieder Station in Aachen. Auffallend: Comedy steht ganz hoch im Kurs. „Diese Entwicklung ist historisch gewachsen”, erklärt der örtliche Konzertveranstalter Günter Meyer. Vor 13 Jahren hat er mit Atze Schröder angefangen. „Damals standen 40 Leute im Jakobshof.”

Mittlerweile ist der Ruhrpott-Comedian mit Dauerwelle und zu großer Brille ein viel gefragter Fernsehstar samt großer Anhängerschaft. Kein Wunder, dass er diesmal das Eurogress füllen will. Noch gibt es aber Tickets für Atze Schröders „Revolution” am 18. März um 20 Uhr.

Ausverkauft ist dagegen bereits der sicherlich witzige Soloauftritt von TV-Allrounder und Comedy-Preisträger Dieter Nuhr an gleicher Stelle. Der „beste Komiker” des vergangenen Jahres füllt derzeit bundesweit ohne Mühen sämtliche Hallen. Auch die vielseitig talentierte Carolin Kebekus ist mit ihrem „Pussy-Terror” sehr gefragt. Karten für ihr Soloprogramm im Franz am 24. März sind bereits vergriffen.

„Gerade in schlechten Zeiten sind Comedians und Kabarettisten für Konzertveranstalter eine krisensichere Angelegenheit”, gibt Günter Meyer unumwunden zu, die Ein-Personen-Shows seien auch leichter zu kalkulieren.

Das sieht die Geschäftsführerin des Eurogress ähnlich: „Die Produktionen sind kleiner und preisgünstiger”, sagt Kristina Wulf. Zudem liege Comedy derzeit voll im Trend: „Die Künstler sind im Fernsehen sehr präsent.” Bessere Werbung für ihre Live-Auftritte könne es kaum geben.

Erste Gehversuche

Das trifft auf Cindy aus Marzahn (20. März) ebenso zu wie beispielsweise auf Helge Schneider (1. Oktober) und Dave Davis, der unter anderem mit seiner Figur Motombo Umbokko den „Spaß um die Ecke” bringt (27. März). Auch für seinen Auftritt, den des „besten Newcomers” 2010, sind bereits 600 Tickets verkauft, Meyer hofft auch hier auf ein ausverkauftes Eurogress.

Seit vielen Jahren setzt auch der Jakobshof auf Comedy und Kabarett. Neben Atze Schröder machten zum Beispiel auch Cindy aus Marzahn und Volker Pispers ihre ersten öffentlichen Gehversuche auf der Kleinkunstbühne in der Stromgasse. Aus dem reichhaltigen Jahresprogramm des Jakobshofs seien drei „Comödianten” genannt: Ole Lehmann aus Hamburg teilt am 15. Januar um 19.30 Uhr aus und steckt ein, gemäß seinem Motto: „Das Leben ist unfair, grausam und gemein - was soll´s?” Frech, lustig und frivol kommt das Frauenduo Volk und Knecht daher. Die beiden Entertainerinnen aus Köln lassen die Puppen tanzen und drehen auch schon mal das vermeintlich starke Geschlecht durch die Mangel, am 12. Februar um 20 Uhr.

Mit den kommunikativen Störungen zwischen Mann und Frau beschäftigt sich die frühere WDR-Moderatorin Sylvia Brécko in ihrem zweiten Programm: „Liebling, wir müssen reden!” am 24. Februar um 20 Uhr. Dabei will die gebürtige Österreicherin mit viel Sprachwitz auch das Publikum einbeziehen. „Junge Wilde” gibt es nicht nur im Fußball, sondern auch in der Kabarett- und Comedywelt, auf die auch das Franz verstärkt setzt.

Mathias Tretter ist so einer: Am 26. März präsentiert der vielfach preisgekrönte Bühnensatiriker um 20 Uhr sein neues Programm auf der Bühne an der Franzstraße. Titel: „Staatsfeind Nr. 11”. Nur einen Tag später, am 27. März, folgt der nächste „junge Wilde”: Tobias Mann. Der ist im wahren Sinne des Wortes „Durch den Wind - und wieder zurück”, so wie auch der Titel seines verrückten Programms lautet.

Bei aller Comedy-Euphorie gibt es zumindest noch zwei renommierte Künstler aus einem anderen Genre. Sie sorgen auch für ein volles Eurogress: Herman van Veen und Reinhard Mey, dessen Konzert am 23. Oktober bereits ausverkauft ist. „Er verfügt über eine so treue Fangemeinde, die immer zu ihm hält”, erklärt Eurogress-Chefin Wulf. Auch für das Gastspiel des niederländischen Sängers und Komponisten van Veen am 26. März um 20 Uhr gibt es nur noch wenige Karten. „Wir nähern uns dem Ausverkauf”, sagt Kristina Wulf.

Komplett leer gehen die Freunde populärer Rock- und Popmusik dieses Jahr aus, zumindest was Livekonzerte in Aachen betrifft. „Da sind aber auch momentan nicht so viele Interpreten unterwegs”, schränkt Wulf ein, „außerdem müssen wir uns auch fragen: Wer passt hier rein?”
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