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City-Service-Kräfte wollen arbeiten

Von: Peter Langohr
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Aachen. Der Appell war an Deutlichkeit nicht zu überbieten: „Wir wollen arbeiten!” So steht es nämlich in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Marcel Philipp, den Udo Koschmieder - einer der beiden Mitarbeiter des City-Service in Brand - in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Brand vorstellte.

Darin wird gebeten, die Einstellung des City-Service noch einmal zu überdenken. „Mit der bisherigen Beschäftigung im City-Service hatten und haben wir wieder - nach teilweise langer Arbeitslosigkeit - das Gefühl, gebraucht zu werden und auch der Gesellschaft, welche uns schließlich finanziert, etwas zurückzugeben”, heißt es in dem Schreiben weiter.

Präsenz zeigen, wie es dem Stadtteil angemessen ist

Armin Bergstein, Abteilungsleiter im Ordnungsamt, konnte anschließend den Bezirksvertretern darlegen, dass seine Mitarbeiter eine der Bedeutung des Stadtbezirks angemessene Präsenz zeigen. Dabei betonte er, dass die Ordnungskräfte oft nicht wahrzunehmen seien, da sie eine Reihe von Aufgaben nicht in Uniform wahrnehmen könnten, um die Effektivität ihrer Arbeit nicht zu gefährden. Im einzelnen wies er neben vielen Kontrollen des ruhenden Verkehrs an Brennpunkten auf eine Vielzahl von Gewerbe- und Jugendschutzkontrollen hin.

Für den Bürgerverein Brand strich dessen Vorsitzender Willi Eschweiler die hervorragende Arbeit des City-Service heraus und bekundete, dass sich der Bürgerverein die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter des Service unterstützen werde. Für die Interessengemeinschaft Brander Handel, Handwerk und Gewerbe bekräftigten Vorsitzender Heinz Lancé und Geschäftsführerin Katharina Maier, Brand sei aufgrund der Arbeit des City-Service sicherer und sauberer geworden. Auch sie kündigten eine weitere Unterstützung an.

Silberstreif am Horizont

Einen Silberstreif am Horizont konnte Simone Pfeiffer-Bohnenkamp vom Sozialwerk Aachener Christen, das die City-Service-Leute qualifiziert und betreut, verkünden. Es gebe Zeichen, die darauf hindeuteten, den Service weiterführen zu können. Lob gab es auch von den Fraktionen in der Bezirksvertretung, die einmütig feststellten „Wir brauchen Sie” und darüber hinaus - auf Seiten der CDU auch mit kritischem Blick auf die Chefin in Berlin - hervorhoben, dass mit der Kürzung von Bundesmitteln für Langzeitarbeitslose etwas geschehe, was nicht geschehen dürfe.

Vom Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung war Herbert Kuck, der für den City-Service zuständig ist, nach Brand gekommen und verbreitete vorsichtigen Optimismus. Es gebe positive Signale, den City-Service fortführen zu können, wenn auch vielleicht nicht im gleichen Umfang. Von Seiten seines Fachbereichs werde man alles tun, um den Dienst zu erhalten. Nachdenken müsse man auch über Sponsoring-Modelle.

Zufrieden mit der Diskussion zeigte sich Bezirksbürgermeister Herbert Henn. Sie sei ein starkes Signal, dass man mit allen relevanten Kräften daran arbeite, die Mitarbeiter des Projektes in Brand zu halten.

Klar, dass in dem abschließenden Beschluss die Mitglieder der Bezirksvertretung einstimmig dafür votierten, alles dafür zu tun, um den City-Service fortzuführen.
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