Aachen - CHIO: Einiges ist neu und vieles ist anders

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CHIO: Einiges ist neu und vieles ist anders

Von: Holger Richter
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ALRV-Präsident Carl Meulenbergh, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Turnierdirektor Frank Kemperman (v.l.) stellen das Konzept des Kurzturniers rund um den Großen Preis von Aachen im Mai vor. Foto: Michael Jaspers
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Eigentlich sollten die Lautsprecher im Springstadion schon längst montiert sein. Doch durch den Regen gibt es derzeit Verzögerungen beim Aufbau in der Soers. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Seit gut 20 Jahren ist Frank Kemperman schon Turnierdirektor beim CHIO. „Dennoch bin ich immer noch etwas aufgeregt vor jedem Turnier“, sagt der Niederländer ein Tag bevor am Freitag die Wettbewerbe beim CHIO 2014 beginnen. Schließlich gebe es immer etwas neues, immer ist etwas anders.

Neu und anders präsentiert sich in diesem Jahr bekanntlich das Dressurstadion in der Soers, das um eine zusätzliche Tribüne erweitert worden ist und im Rahmen des Konzertes „Pferd & Sinfonie“ Freitagabend eröffnet wird. Außerdem gebe es kleine Veränderungen in der Zeltstadt, wie Kemperman am Donnerstag auf einem Spaziergang über das Turniergelände verdeutlicht: eine neue Wegeführung hier, sanierte Laternen dort, ein versetztes Imbisszelt an der Hauptladenstraße oder auch eine temporär angelegte Allee im Zeltdorf des Partnerlandes Schweiz.

Doch anders sind derzeit auch die Rahmenbedingungen beim Aufbau. Denn der Regen macht dem Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) einigermaßen zu schaffen. „Deshalb haben wir die Schaubilder am Soerser Sonntag vom Abreiteplatz ins Deutsche-Bank-Dressurstadion verlegt“, berichtet Kemperman. Der Abreiteplatz brauche Ruhe.

Hinter dem Zeitplan

Auch die Aufbauarbeiten im Stadion und auf der Geländestrecke hinken dem Zeitplan etwas hinterher. „Normalerweise hätten wir heute TÜV-Abnahme, doch die haben wir verschoben“, so der Turnierdirektor, „weil wegen der Regenfälle die Lautsprecher und Fahnen im Springstadion erst verspätet montiert werden können.“ In den Soerser Wiesen sieht es ähnlich aus. „Die Strecke für die Pferde ist nicht das Problem, aber wir können derzeit die Infrastruktur – Fernsehtechnik, Zeitmessung, Gastronomie – nicht aufbauen, weil die Fahrzeuge die nassen Wiesen nicht befahren können. Das müssen wir auf nächste Woche verschieben“, beschreibt Kemperman die Problematik. Die Geländewettbewerbe der Gespannfahrer und Vielseitigkeitsreiter seien aber nicht gefährdet.

Anders ist aber auch derzeit die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Reitsport. Denn nach dem Finaleinzug der deutschen Elf bei der WM in Brasilien überstrahlt das Thema Fußball derzeit vieles bis alles. Doch Frank Kemperman ficht das nicht an. „Das Finale ist am Sonntagabend, da ist der Soerser Sonntag längst vorbei“, sagt er. Dann seien Montag und vielleicht noch Dienstag die Zeitungen davon voll, „aber spätestens dann interessieren sich die Leute hoffentlich wieder für richtigen Sport“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Den Argentiniern drückt der Niederländer jetzt jedenfalls nicht die Daumen. „Da müsste schon viel passieren, damit Deutschland nicht Weltmeister wird.“

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