CHIO-Brücke: Das letzte Stück wiegt elf Tonnen

Von: Daniel Gerhards
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Am Sonntag wurde die Pylon-Spi
Am Sonntag wurde die Pylon-Spitze montiert, im März soll die Brücke endgültig freigegeben werden. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Die Fahnen des CHIO und der Alemannia flatterten ganz schön. Trotzdem machte der Wind den Machern der CHIO-Bücke nicht noch mal einen Strich durch die Rechnung. Im vierten Anlauf konnte am Sonntag die Spitze auf den Pylon, der die neue Fußgängerbrücke über der Krefelder Straße hält, aufgesetzt werden.

Der Wind bereitete Wolfgang Henninger, Projektleiter der Stahlbaufirma Müller Offenburg, trotzdem die größten Sorgen. Die Krefelder Straße wurde zwischen sechs und 17 Uhr gesperrt.

Dann setzte der 72 Meter hohe Kran die Pylon-Spitze in Bewegung. Als die 23 Meter hohe und elf Tonnen schwere Spitze über der Brücke schwebte, war Präzisionsarbeit gefordert. Drei Arbeiter mussten die Metall-Röhre genau auf 23 Bolzen aufsetzen, die den oberen und unteren Teil des Pylons verbinden. Dann wurde alles mit einem „Hydraulik-Vorspanngerät” festgezurrt. „Die Schrauben müssen mit einer bestimmten Spannung festgezogen werden, damit die statischen Anforderungen erfüllt sind”, erklärte Henninger.

Mit Spitze misst der Pylon nun knapp 67 Meter. Der Metallkörper ist rund 73 Tonnen schwer. Da fiel auch Baudezernentin Gisela Nacken und ALRV-Ehrenpräsident Klaus Pavel ein Stein vom Herzen. „Ich bin sehr froh, dass es jetzt geklappt hat”, sagte Pavel. „Jetzt stimmen auch die Proportionen der Brücke”, freute sich Nacken.

Einige Stunden später konnte auch das namensgebende Emblem des CHIO angebracht werden. Das war Bedingung dafür, dass sich der ALRV an den Kosten für das 1,95 Millionen Euro teure Bauwerk beteiligt. Es habe eine Finanzierungslücke von rund 150.000 Euro gegeben, die der CHIO-Veranstalter schloss, erklärte Pavel. Damit schaffe man am nordöstlichen Eingangstor der Stadt einen echten Hingucker. „Das ist gut für Aachen und gut für den CHIO. Ich bin sehr froh, dass wir das hinbekommen haben. Die Brücke ist ein Wahrzeichen für Aachen”, sagte Pavel.

Nicht nur der hohe Pylon ist bemerkenswert. Der S-förmig geschwungene Fußgängerweg wurde auf technisch sehr anspruchsvolle Art und Weise realisiert. „Er ist sehr dünn. Das ging nur, weil er an den Seiten eingespannt ist. Das ist technisch sehr aufwändig”, erklärte Planer Helmut Berg Geschäftsführer des Ingenieurbüros „H. Berg und Partner”.
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