Aachen - CHIO-Auftakt mit wuchtigen Rheinländern aus Westfalen

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CHIO-Auftakt mit wuchtigen Rheinländern aus Westfalen

Von: Georg Dünnwald
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Mächtige Kolosse sind die Rheinischen Kaltblüter die im westfälischen Warendorf gezüchtet werden. Die Marktbesucher, diesmal waren es weniger als in den Jahren zuvor, waren beeindruckt.

Aachen. Schon seit Freitag ist das Reitturnier mit den Voltigier-Wettbewerben im Gange, aber erst am Dienstagabend wird es um 17 Uhr in der Soers offiziell eröffnet. Aber schon am Vorabend konnten die Aachener einen Vorgeschmack dessen kosten, was sie erwartet.

Nämlich viele Kaltblüter, rheinische wohlgemerkt, die im westfälischen Warendorf gezüchtet werden. Ein Widerspruch an sich? Nein, im Bindestrichland NRW nicht mehr, in dem die CDU schon vor einigen Jahren aus zwei Landesverbänden einen gemacht hat.

NRW ist in diesem Jahr das Partnerland des Weltfests des Pferdesports in der Soers. Und weil Propheten im eigenen Land weniger wert sind als anderswo, sind auch weniger Westzipfler zur Vorstellung auf den Markt gekommen, als in all den Jahren vorher. Auch mussten sich weniger Rösser auf dem für sie glatten Parkett, sprich: Kopfsteinpflaster des historischen Platzes vor dem noch historischeren Rathaus präsentieren.

Der CHIO auf dem Markt mit der Vorstellung des Partners, da geht Moderator Volker Raulf in die Vollen, lobt über den grünen Klee, weiß alle Register zu ziehen und hilft dem Publikum, sogar weniger interessante Programmbeiträge interessant zu finden. Er findet, dass NRW der richtige Partner ist, weil sich in seinem Wappen ein Schimmel dem silbernen Rhein gegenüber auf die Hinterhand stellt.

Bei den „Marktspielen” fürs normale Publikum zerrt starker Wind an den Flaggen und wühlt in Frisuren und Mähnen. Regierungsmitglieder fehlen gänzlich, weil erst am kommenden Mittwoch eine neue Regierung gewählt wird. Deshalb begrüßt charmant Oberbürgermeister Marcel Philipp alleine die Gäste. Wohltuend, dass seine Redebeiträge kurz, aber prägnant sind. An seine Zeitvorgabe hält sich auch ALRV-Präsident Klaus Pavel bei seinem Grußwort.

Das Programm ist leider etwas dürftig, dafür machen die Reiter und die Pferde einen staatsen Eindruck. Die Stadtreiter in ihren schwarzen Reiterröcken mit goldenen Abnähern und Litzen und dem Zweispitz, gefolgt von Standartenreitern mit einer kleinen Auswahl der teilnehmenden Nationen - ausgerechnet die NRW-Standarte haben sie mit der Ungarns verwechselt. Rot-Weiß-Grün statt Grün-Weiß-Rot. Das kann ja mal passieren. Danach die Abordnung der Aachener Prinzengarde, die in diesem Jahr ihr 100. feiert.

Dann kommen all die stattlichen Rheinländer, die Kaltblüter, die Kolosse unter den edlen Rössern. Eisenherz und Django heißen sie, oder Bronco und Othello, letztere ziehen den Wagen der Aachen-Burtscheider Pferdeeisenbahn, die von Toni Griehs gelenkt wird.

Dazwischen Vierspänner, Zweispänner, Vierspänner. Ein Zweiergespann wird gezogen von Shetland-Ponys. Sogar eine 17-jährige Stute buhlt mit ihrem dreieinhalb Monate alten Fohlen um die Gunst des Publikums.

August Schulte-Quaterkamp und seine Kollegin Inga vom NRW-Gestüt Warendorf zeigen noch mit den Kaltblütern Hurricane und Nemo I, dass die warmherzigen Kaltblüter auch in der Lage sind, Pirouetten zu drehen und geben in der Fastelovvendsstadt Aachen vor dem Abmarsch der Teilnehmer eine Kostprobe westfälischen Humors.
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