Chinesen übernehmen Mehrheit bei Schumag

Von: tka
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Aachen. Der Aachener Präzisionsteilehersteller Schumag steht vor der Übernahme durch eine chinesische Vermögensgesellschaft.

Die Blitz 14-69 GmbH, die künftig als Meibah International GmbH firmieren wird, hat sich bereits am 6. Juni die Übertragung von 2,085.807 Schumag-Aktien gesichert, was einem Anteil von 52,15 Prozent des Grundkapitals der AG gesichert.

Nun will die Blitz 14-69 GmbH, die unter der Kontrolle des Geschäftsmannes Miaocheng Guo aus Hangzhou, einer Metropole mit acht Millionen Einwohnern nahe Shanghai, steht, auch den Rest der rund vier Millionen Aktien aufkaufen. Die Schumag AG wollte zur anstehenden Übernahme durch den chinesischen Unternehmer Dienstag keine Stellungnahme abgeben. Auch nicht, welche Auswirkungen die Übernahme auf das operative Geschäft haben könnte. Fakt ist, dass das Traditionsunternehmen in Schleckheim im Aachener Süden in den letzten Jahren mehr schlecht als recht wirtschaftete.

Immer wieder gab es Turbulenzen, mal stand ein griechischer Investor, mal ein Hedgefonds aus der Karibik in der Verantwortung. Die Maschinenbausparte auf dem werksgelände wurde an die SMS-Meer-Gruppe veräußert. Zuletzt war es für die rund 500 Mitarbeiter etwas ruhiger geworden. Im laufenden Geschäftsjahr sollen dann auch wieder schwarze Zahlen geschrieben werden, wobei auf der anstehenden Hauptversammlung laut Einladung vom 2. Juni am 18. Juni zunächst das Grundkapital von mehr als zehn auf vier Millionen Euro herabgesetzt wird.

Dass die deutsche Wertarbeit in Fernost hoch im Kurs steht, ist kein Geheimnis. Beim Gabelstaplerhersteller Kion und anderen klangvollen Namen haben sich chinesische Gesellschaften bereits eingekauft. Die Übernahme der Schumag AG kommt dennoch überraschend, zumindest wurde sie im Geheimen vorbereitet. Es scheint dabei durchaus möglich, dass sich die Schumag unter chinesischer Kontrolle stabilisieren kann.

Die Blitz 14-69 GmbH hat ihre mehr als zwei Millionen Schumag-Aktien zum Preis von 1,35 Euro pro Stück erworben. Die Übertragung läuft, soll Ende des Monats abgeschlossen sein. Den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis von 1,35 Euro pro Aktie wollen die Chinesen auch für die übrigen Wertpapiere zahlen. Er ergibt sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs während der vergangenen drei Monate. Rund 5,4 Millionen Euro müsste die Blitz 14-69 GmbH also insgesamt investieren.

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