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Chemie-Alarm am leeren Schulzentrum: Hausmeister verletzt

Von: wb
Letzte Aktualisierung:
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Praktische Berufskleidung: In speziellen Schutzanzügen bergen die Feuerwehrleute den undichten Behälter mit der Natronlauge. Dank der Ferienzeit musste das Schulzentrum nicht geräumt werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Gottseidank Osterferien. Ansonsten hätte ein undichter Kunststoffbehälter im Keller der Heinrich-Heine-Gesamtschule am Mittwoch noch größere Menschenmassen in Bewegung gesetzt, als er eh schon getan hat.

Kurz vor neun Uhr hatte der Hausmeister im Chemikalien-Lagerraum der Schule ausgetretene Flüssigkeit bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.

„Eine geringe Menge Natronlauge”, erklärt Einsatzleiter Karl-Heinz Herber, „die ist gefährlich wegen der giftigen Gase.” Der Hausmeister und ein Kollege, der sich ebenfalls kurzzeitig in dem Lagerraum aufgehalten hatte, wurden deshalb vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus transportiert.

Überdies hätte der Chemikalienaustritt im Keller laut Herber auch zu einer Explosion führen können. „Wir hätten das ganze Schulzentrum räumen müssen”, sagt der Einsatzleiter.

Zu dem gehören neben der Gesamtschule auch noch das Anne-Frank-Gymnasium und das Abendgymnasium, zu Unterrichtszeiten wären rund 2000 Menschen in Sicherheit zu bringen gewesen.

In den Ferien aber waren Herber und seine 18 Einsatzkräfte vom Rüstzug Chemie der Berufsfeuerwehr weitgehend unter sich.

Mit speziellen Schutzanzügen rückte ein Trupp in den Keller vor und barg den undichten 20-Liter-Behälter. Danach „neutralisierten” die Wehrleute die ausgelaufene Natronlauge auf dem Boden.

„Die konnten wir mit viel Wasser wegspülen”, so der Einsatzleiter. Zuvor allerdings musste gemeinsam mit einem Vertreter des Umweltamtes geprüft werden, wohin das Wasser fließt.

„Die Bodeneinläufe des Lagerraums führen zu einem externen Abscheider”, so Herber, „da fließt also nichts in den Kanal oder den Bach, sondern es wird gesondert aufgefangen.”

Das Wasser aus dem Keller konnte die Feuerwehr deshalb ebenso abpumpen und entsorgen wie die Brühe vom „Dekontaminationsplatz”. Den hatte die Wehr vor der Schule eingerichtet, um ihre Ausrüstung zu reinigen.
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