Aachen - Chefin will CDU weiter auf „Versöhnungskurs“ führen

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Chefin will CDU weiter auf „Versöhnungskurs“ führen

Von: Werner Breuer
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Aachen. Ein bisschen Frieden, das wünscht sich wohl die Aachener CDU. Dieses Bedürfnis ihrer Partei hat die Vorsitzende Ulla Thönnissen jedenfalls wahrgenommen. Am kommenden Montag kandidiert sie beim CDU-Kreisparteitag für eine zweite Amtszeit. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht.

Natürlich kann beim großen Konklave am Montag ab 19 Uhr in den Burtscheider Kurpark-Terrassen immer noch ein Bewerber seinen Hut in den Ring werfen. „Aber das würde mich erstaunen“, sagt Kreisgeschäftsführer Harro Mies, „ich gehe nicht davon aus.“ Erstaunliches ist aber bei den Aachener Christdemokraten durchaus geschehen, seit Ulla Thönnissen vor rund einem Jahr den Chefposten übernommen hat. Damals wurde sie mit 97,4 Prozent der Stimmen zur Nachfolgerin von Armin Laschet gewählt, der sich mehr um die Geschicke der Landespartei kümmern wollte.

„Ein solches Ergebnis gab es noch nie bei der Aachener CDU“, sagt Ulla Thönnissen, und an eine Wiederholung glaubt sie auch nicht. Es sei halt allerhand passiert in der Zwischenzeit, und da könnte mancher Parteifreund geneigt sein, seinen Unmut auf Wahlzetteln auszudrücken. Passiert ist zum Beispiel der Ratsfraktion ein unschöner Richtungsstreit, in dessen Verlauf zuerst Fraktionschef Harald Baal abserviert, dann die Wahl eines Nachfolgers für Schuldezernent Wolfgang Rombey vor die Wand gefahren und am Ende die Koalition mit den Grünen geschrottet wurde.

Nun aber sei man auf „Versöhnungskurs“, betont die Parteivorsitzende. In diesem Sinne versteht sie auch ihren Personalvorschlag für die Stellvertreterposten. Um sich scharen möchte sie Margrethe Schmeer, Holger Brantin und Michael Kirsch, Schatzmeister soll Dieter Claßen werden. Der Kreisvorstand habe sich auf diese Kandidaten verständigt, weil „wir glauben, dass sie so integer sind, dass alle sich damit vertreten fühlen“, so Thönnissen. Margrethe Schmeer genieße ein hohes persönliches Ansehen in der Partei, Holger Brantin sei ein sehr ausgleichender Mensch und Michael Kirsch kenne die Partei schon lange „und weiß, wie sie tickt“, Dieter Claßen sei in die alten Konflikte gar nicht involviert und als gestandener Unternehmer der Richtige für die Finanzen.

Die bisherigen Stellvertreter Hein Lindgens, Rudolf Henke und Maike Schlick haben laut Thönnissen bereits erklärt, dass sie den „Neuanfang konstruktiv“ begleiten wollten. Henke als Bundestagsabgeordneter und Schlick als Fraktionschefin seien als kooptierte Mitglieder weiterhin im Kreisvorstand vertreten. Hein Lindgens werde nicht mehr für einen Stellvertreterposten kandidieren, wolle sich aber gerne als Beisitzer weiter engagieren.

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