Centre Charlemagne soll bis Jahresende fertig sein

Von: Alexander Barth
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121 Einzelteile ergeben das Da
121 Einzelteile ergeben das Dach für den Bereich der Wechselausstellung im künftigen Centre Charlemagne. Die beiden schwersten der sechs vormontierten Segmente wiegen jeweils 8,5 Tonnen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Michael Ferber spricht von Millimeterarbeit, als er von oben in den Innenhof des ehemaligen Verwaltungsgebäudes am Katschhof blickt. Der technische Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement ist sichtlich froh, dass jetzt mit einiger Verzögerung endlich das erste große Element der neuen Dachkonstruktion eingepasst werden konnte.

Die 121 Einzelteile, allesamt in Dreiecksform, wurden in sechs Segmenten vormontiert. Kräne hieven die bis zu 8,5 Tonnen schweren Elemente über die Außenfassade des Gebäudes hinweg in den Innenhof. Die beiden größten sind rund 14 Meter lang. Unter dem „Großen Ganzen” entsteht demnächst der 200 Quadratmeter große Bereich der Wechselausstellung im neuen Centre Charlemagne.

In den kommenden Wochen entsteht eine gitterartige Konstruktion, in die Lichtelemente integriert werden. Ein Teil der Dachfläche wird später verglast. „Man wird das Rathaus sehen können”, verspricht Architekt Thomas Croon, der das Projekt für das Büro „hks Architekten” betreut. Dies sei ein zentraler Aspekt der „ausgeklügelten Konstruktion”, wie Michael Ferber das große Dreieck unermüdlich lobt.

Die „Unwägbarkeiten eines solchen Großprojekts” hätten allerdings auch besagte Verzögerungen mit sich gebracht. „Eigentlich wollten wir bereits im Winter soweit sein”, erklärt Ferber. Neue Ausschreibungen oder Unklarheiten über das Fließen der Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hätten dabei eine Rolle gespielt.

Mit der Endmontage der freischwebenden Konstruktion, die ohne störende Stützpfeiler auskommt, wird die Rohbauphase des geplanten Herzstücks der Route Charlemagne abgeschlossen sein. Weiter geht es jetzt mit dem Innenausbau, zu dem auch der klimatisierte Innenbereich für das Museum gehört. Um dieses flexible Areal der Ausstellung herum soll schließlich der „tiefergelegte” Teil des Centre Charlemagne entstehen: Im Bereich der ehemaligen Tiefgarage entsteht ein vom Foyer am Katschhof einsehbarer Bereich, der die dauerhaft ausgestellten Exponate beherbergen soll.

In Sachen Bauzeit sind die Macher vorsichtig, auch wegen der bislang aufgetretenen Verzögerungen. „Vor dem Start des Weihnachtsmarkts wollen wir fertig sein”, hält sich Ferber mit einer exakten Prognose zurück. „Am Ende des Jahres soll es mit dem Ausstellungsbau losgehen”, ergänzt Croon.

Gemeinsam mit den zuständigen Machern ist ein fließender Übergang geplant. Der Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes kostet laut Gebäudemanagerin Brigitte Schuh 15,7 Millionen Euro. Die Kosten für den Ausstellungsbereich hinzugerechnet, ergibt sich eine Gesamtsumme von 17 Millionen Euro.
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