Aachen - CDU und Grüne plädieren für Neubau des Polizeipräsidiums

CDU und Grüne plädieren für Neubau des Polizeipräsidiums

Von: hau
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Ist in vergleichsweise kurzer
Ist in vergleichsweise kurzer Zeit marode geworden: das Polizeipräsidium Aachen. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Die Fraktionen von CDU und Grünen bringen einen Antrag in den Rat ein, in dem sie die Aachener Verwaltung auffordern, sich mit Vehemenz beim Innenminister des Landes NRW, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW sowie anderen Behörden für einen Neubau des Polizeipräsidiums einzusetzen.

Das vorhandene Dienstgebäude für die rund 1000 Beamten in der Soers ist erst 1981 errichtet worden, es hat jedoch heftig unter dem Zahn der Zeit gelitten und weist inzwischen heftige Mängel auf. So sind Fenster undicht, so dass es an allen Ecken und Kanten zieht, gleiches gilt für Abwasserrohre, so dass es an manchen Stellen extreme Geruchsbelästigungen gibt. Schon 2006 gab es Überlegungen, das Präsidium zu renovieren, das Projekt ist jedoch nach zwei Jahren Prüfung vom BLB als zu teuer verworfen worden. Seitdem ist ein Neubau im Gespräch.

Zur Begründung des Antrages heißt es in einer Pressemitteilung der Mehrheitsfraktionen: „Niemand geht gerne zur Polizei, denn in der Regel steht der Gang dorthin in Zusammenhang mit unangenehmen Ereignissen. Wer aber ins Aachener Polizeipräsidium geht, der wird zusätzlich mit der bedrückenden Atmosphäre eines sehr maroden Gebäudes konfrontiert. Für die hier arbeitenden Polizisten herrschen kaum tragbare Arbeitsbedingungen.” Diesen Zustand möchten die Mehrheitsfraktionen nicht länger akzeptieren. Dr. Ralf Otten (CDU), Vorsitzender des Wohn- und Liegenschaftsausschusses: „Seit Jahren wird ein Neubau des Polizeipräsidiums beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes diskutiert, aber nichts passiert.”

Dr. Ralf Otten: „Wir wollen das Verfahren beschleunigen. Wir appellieren an alle Aachener Landtagsabgeordneten, dass sie sich für den Neubau stark machen und dafür Sorge tragen, dass die notwendigen Mittel in den Landtagshaushalt eingestellt werden.” Die Aachener Verwaltung - so der Wille von CDU und Grünen - soll prüfen, welche städtischen Grundstücke für einen Neubau des Polizeipräsidiums geeignet sein könnten und den Gesprächspartnern beim Land angeboten werden können. Aber auch geeignete private Grundstücke sollen in die Überlegungen einbezogen und gegebenenfalls ein Gesprächskontakt zwischen den Beteiligten hergestellt werden.

Michael Rau, planungspolitischer Sprecher der Grünen: „Wir haben natürlich ein großes Interesse daran, dass ein neues Polizeipräsidium auch eine gute bauliche und städtebauliche Lösung darstellt, die sich architektonisch in das Stadtbild einfügt und einen Mehrwert für Aachen darstellt.”

Die Aachener Polizei hatte im Mai eine Anzeige in den Tageszeitungen aufgegeben, um ein neues Dienstgebäude zu finden. Daraufhin hatten sich einige Interessenten gemeldet. Sowohl ein Neubau durch einen Investor oder die Unterbringung in vorhandenen Gebäuden wären möglich, sagte seinerzeit Sprecher Paul Kemen.

Bis Jahresende

Das Bauvorhaben nehme nach dieser „veröffentlichten Marktschau” seinen geplanten Verlauf, sagte Kemen auf Anfrage weiter: „Daraus erarbeitet die Aachener Polizei der Landesregierung bis Ende des Jahres eine Entscheidungsgrundlage.”
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