Aachen - CDU denkt laut über ein Neubaugebiet Preuswald nach

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CDU denkt laut über ein Neubaugebiet Preuswald nach

Von: gei
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Sieht Handlungsbedarf im Preuswald: Die mögliche Erweiterung der Siedlung ist für Marcel Philipp ein Wahlkampfthema. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Seit Dienstag ist das Thema in der Welt: Marcel Philipp, OB-Kandidat der CDU, nimmt verstärkt die Siedlung Preuswald in den Blick. Auf dem Parteitag umriss er erstmals die Pläne für eine deutliche Erweiterung des Wohnungsbestands unweit der belgischen Grenze.

Mehr noch: Ihm schwebt eine ökologische Mustersiedlung an der Lütticher Straße vor, die nicht zuletzt durch eine völlig neue Verbindung zum Dreiländerpunkt ins Blickfeld der Aachener gerückt werden soll.

Noch sei alles in der Phase der Ideenfindung, betont Philipp, der damit gleichwohl ein völlig neues Wahlkampfthema für sich entdeckt hat. Erste Gespräche mit den Anwohnern seien bereits geführt, weitere sind geplant. Mit Blick auf die problematische soziale Struktur im Preuswald betont Philipp: „Es gibt Handlungsbedarf.”

Den hat auch die Immobilien-Gesellschaft Deutsche Annington, größter Besitzer des Wohnungsbestands im Preuswald, erkannt. In Absprache mit der Stadt bemüht sie sich seit über einem Jahr darum, die in den 60er- und 70er Jahren erbauten Häuser zu sanieren, vor allem aber auch ein attraktiveres Umfeld für die dort lebenden Menschen zu schaffen. Bislang scheitern jedoch alle Versuche, die Nahversorgung zu sichern. Zu gering sei die Nachfrage, um Geschäften das Überleben zu sichern.

„Müssen Erweiterung prüfen”

„Wir müssen eine Erweiterung prüfen”, sagt Philipp daher, der darauf verweist, dass die Siedlung vor 40 Jahren ohnehin größer geplant gewesen sei. Der angrenzende Laubwald sei tabu, betont er. Denkbar aber sei eine Bebauung im Bereich des Nadelwalds oder auch auf der anderen Seite der Lütticher Straße.

Dass er damit ein heikles Thema anpackt, ist ihm bewusst. Man müsse halt Flächen finden, „wo es ökologisch am ehesten vertretbar ist”. Eben weil es sich um einen „sensiblen Punkt” handelt, soll auch eine besondere Lösung für die Bebauung gefunden werden. Ihm schwebt an der Stelle eine Energieversorgung über Solaranlagen und Windkraft vor.

Rund um den Dreiländerpunkt könnten neue Windräder errichtet werden, meint Philipp. Anwohnerkonflikte wie in Vetschau seien kaum zu erwarten. Falls doch, sei er aber auch für neue Überlegungen offen.

Ausnutzen will er aber den Umstand, dass die Siedlung vom Dreiländerpunkt kaum weiter entfernt ist als das Zentrum von Vaals. Eine neue Zuwegung über Waldwege - in Absprache mit den belgischen Nachbarn - hält er für denkbar. Deutsche müssten dann nicht länger über Vaals den Dreiländerpunkt, zugleich höchster Punkt der Niederlande, ansteuern.

„Durch den Zugang könnte das Wohngebiet ein völlig neues Image bekommen”, ist Philipp überzeugt. Wenn die so abgeschottet wirkende Siedlung von Durchfahrenden „entdeckt” werde, so das Kalkül, habe dies auch positive Auswirkungen auf die Entwicklung im Freizeitbereich und im Handel.
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