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Carpus+Partner zeigt superleichte Baustoffe und lichtdurchlässigen Beton

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Exponate zum Anschauen und Anfassen: Eine Ausstellung bei Carpus+Partner, Forckenbeckstraße 61, zeigt ab Sonntag innovative Konstruktionen und Materialien in der Architektur. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Beton, der superleicht ist und spektakuläre Konstruktionen zulässt, oder lebendige Fassaden, die eigenständig das Hausklima regulieren: Alles geht, das will die neue Ausstellung im Atrium der Firma Carpus+Partner AG zeigen. Die Schau mit dem vielsagenden Titel „Anything goes!?!“ zeigt an 30 internationalen Beispielen den Einsatz neuester Materialien.

„Eine Vielzahl von Materialproben macht die Innovationen nachvollziehbar. Vielleicht ist es erstmals in der Architekturgeschichte möglich, dass Baukörper, tragendes Skelett und Oberfläche keiner Einschränkung mehr durch das Material unterliegen“, erläutert Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, geschäftsführende Kuratorin im Museum für Architektur und Ingenieurkunst (M:AI) Nordrhein-Westfalen (NRW). Das M:AI mit Büro-Sitz in Gelsenkirchen ist in ganz NRW unterwegs und sucht sich jedes Mal Ausstellungsgebäude, die zum Thema passen. Diese Form eines mobilen Museums ist in Deutschland einzigartig.

„Wir wollen besonders jungen Leuten, Studierenden, aber auch allen anderen interessierten Bürgern zeigen, welche Innovationen es in der Baubranche gibt“, erklärt Günter Carpus, Vorstandsvorsitzender der Carpus+Partner AG.

Man wolle zeigen, wie groß die neue Lust am Material in der Architektur sei. „Gestalt und Konstruktion eines Bauwerks werden bestimmt durch das Material. Noch nie in der Geschichte der Baukunst hat es eine solche Fülle von Werkstoffen gegeben“, betont Carpus. Die Baubranche sei alles andere als langweilig. „Da gibt es mehr als Stein auf Stein, und das ist auch für Laien hochinteressant. Wir möchten dieses hochkomplexe Thema anschaulich machen und richten uns ausdrücklich nicht nur an Fachleute“, betont Carpus.

Ultraleichte Baustoffe, Betone, die lichtdurchlässig sind, textilbewehrte Materialien, Membrane als schützende Außenwände sowie Stoffe, die selbsttätig auf Umwelteinflüsse reagieren, inspirierten heute die Architekten. Zudem eröffnen computergestützte Planungs- und Produktionsverfahren auch bei altbewährten Materialien wie Glas, Holz, Metall ungeahnte Perspektiven. All das bietet neue Möglichkeiten der Konstruktion, der Formfindung und der ästhetischen Qualität von Gebäuden.

Ausstellungsarchitekt Martin Sinken aus Köln stellt dies alles mit Exponaten zum Anschauen und Anfassen dar. 10.000 Module aus Pappkarton, bedruckt mit Fotos und Text, hat Sinken aufgebaut. Auf den Fenstern des Gebäudes sind Zitate berühmter Architekten zu lesen, und ein Bogen aus modernsten Baustoffen ziert den Außenbereich vor dem Gebäudeeingang. „Und den Ausstellungskatalog kann sich jeder Besucher individuell mit einem Sammelring aus den an jedem Exponat vorhandenen Karten zusammenstellen“, erklärt Kleefisch-Jobst.

Zur Eröffnung gibt es am heutigen Sonntag, 19. Januar, um 11 Uhr eine Diskussion zum Thema „Material und Konstruktion“. Die Ausstellung an der Forckenbeckstraße 61 ist danach bis 21. Februar 2014 montags bis freitags von 8.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Am 26. Januar, 2. und 9. Februar finden jeweils ab 11 Uhr Sonntagsmatineen zu den Themen „Material und Ästhetik“, „Material und Konstruktion“ sowie „Material und Nachhaltigkeit“ statt. Im Anschluss an jede Matinee wird eine Führung mit Dr. Ursula Kleefisch-Jobst angeboten. Infos unter www.carpus.de.

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