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Campusbahngegner erreichen Etappenziel

Von: Achim Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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9006 Unterschriften gegen die Campusbahn gesammelt: Maximilian Slawinski, Karl-Heinz Guet und Joseph Nellen (v.l). Foto: H. Krömer

Aachen. Mission vorerst erfüllt: Die Gegner der Campusbahn könnten einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen, wenn sie denn wollten. Mittlerweile haben sie exakt 9006 Unterschriften auf 1568 Listen gesammelt. „Damit liegen wir deutlich über dem Soll. 7600 wären notwendig gewesen“, erklärt Maximilian Slawinski, Sprecher der Bürgerinitiative „Campusbahn=Größenwahn“.

Allerdings wird die Initiative die Unterschriftensammlung nicht der Stadtverwaltung übergeben. Slawinski: „Sonst müssten bei dem Bürgerentscheid zwei Fragen zu einer Sache gestellt werden. Und das kann nicht im Sinne der Bürgerschaft sein.“ Sicherlich auch nicht im Sinne der Campusbahngegner. Die haben auf diplomatischer Ebene jede Menge Gespräche mit den Fraktionen geführt und gehen davon aus, dass sich der Rat am kommenden Mittwoch mit großer Mehrheit für einen Ratsbürgerentscheid ausspricht. „Unser Gedankenaustausch war respektvoll. Wir haben auch einen Platz in dem Verfahren gefunden. Wir sind mit unserer Stellungnahme in dem Wahlheft vertreten“, sagt Slawinski.

Bei dem Ratsbürgerentscheid für beziehungsweise gegen die Campusbahn soll, so Joseph Nellen von der Bürgerinitiative, eine einfache, verständliche Frage gestellt werden. Zwei Kästchen soll es auf dem Wahlzettel geben, wo Befürworter beziehungsweise Gegner ihr Kreuzchen machen können. Mindestens 19.000 Bürger müssen sich zunächst einmal für oder gegen das 240-Millionen-Euro-Projekt aussprechen, damit der Entscheid überhaupt zieht. „Entscheidend ist aber dann die Mehrheit“, betont Nellen.

Auch Karl-Heinz Guet von der Initiative ist davon überzeugt, dass es – wahrscheinlich im März 2013 – bei dem Ratsbürgerentscheid eine hohe Wahlbeteiligung geben wird: „Wir machen uns weniger Sorgen um das Quorum. Die große Frage wird sein, wer am Ende die Mehrheit hinter sich hat“, sagt Slawinski. Überrascht waren er und seine Mitstreiter, dass sie viel Zuspruch aus den Außenbereichen erhalten haben. „Wir haben natürlich sehr viele Unterschriften aus dem Einzugsgebiet der Bahn bekommen, dann folgen aber auch schon Eilendorf und Richterich.“

Bei der kommenden Ratssitzung wollen die Kritiker sich während der Fragestunde nicht zu Wort melden. „Diese Plattform brauchen wir nicht, wir haben unsere Termine beim Oberbürgermeister gehabt“, sagt Slawinski.

Was passiert nun mit den Unterschriften, wenn der Ratsbürgerentscheid wie erwartet am Mittwoch eingeläutet wird? Guet: „Wir haben ein große Verantwortung gegenüber den Bürgern, das wissen wir. Deshalb werden die Listen dann sofort vernichtet, damit der Datenschutz gewährleistet ist.“

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