Burtscheider SPD setzt sich für den Thermalbrunnen ein

Von: Georg Dünnwald
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Das Wasser des Burtscheider Marktbrunnens soll auch weiterhin ungehindert fließen können, fordern die Sozialdemokraten. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Der Burtscheider Thermalbrunnen wird restauriert, und die Burtscheider SPD regt sich furchtbar auf. Nämlich darüber, dass es demnächst nicht mehr möglich sein wird, so mir nichts, dir nichts sein tägliches Gläschen Wasser abzuzapfen.

Denn das Burtscheider Nass habe die Qualität eines Heilwassers, und das dürfe nur nach Rücksprache mit dem Hausarzt in homöopathischen Dosen genossen werden.

So sehen es jedenfalls die Beamten der Europäischen Union. Die Beamten der Stadt waren denn auch bei der Planung der Neugestaltung der Brüsseler Weisung gegenüber gehorsam und bestimmten, dass das Wasser künftig an einer Art Bronzekordel so in den Brunnen plätschern soll, dass niemand mehr an das heiße Wasser kommt. Was die Burtscheider SPD auf die Palme brachte.

„Seit dem Mittelalter pilgern die Leute nach Burtscheid, um das Wasser zu trinken”, versteht SPD-Ratsfrau Rosa Höller-Radtke die Welt nicht mehr. Sie und ihre Mitstreiter Bruno Meyer, Lilli Philippen und Dr. Martin Kühl denken nicht daran, sich von ein paar EU-Beamten derlei Vorschriften machen zu lassen.

„Mein Gott, dann soll die Verwaltung doch ein Warnschild aufstellen”, fordert die verärgerte Politikern. Dann wisse jedermann, dass die zum Heilwasser aufgestiegene, 63 Grad heiße Flüssigkeit nicht gleich literweise getrunken werden dürfe.

Freitag auf dem Wochenmarkt

Am Freitag werden die wackeren Sozialdemokraten auf ihrem Stand auf dem Burtscheider Wochenmarkt Unterschriften für den Erhalt des Burtscheider Thermalbrunnens in seiner jetzigen Form sammeln.

Möglichst viele Unterschriften will sie dem Oberbürgermeister überreichen, damit der dann der EU klarmachen kann, dass zumindest die Burtscheider SPD nicht so leicht in die Knie zu zwingen ist.
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