Aachen - Buntes Mosaik verschönert die OT Josefshaus

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Buntes Mosaik verschönert die OT Josefshaus

Von: dg
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Viele bunte Fliesenstücke haben die Kinder bei den Ferienspielen im Josefshaus zu einem Mosaik zusammengefügt, das nun den Toreingang zur OT verschönert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Viele bunte Fliesen haben die Kinder mit der Kneifzange kleingeknipst. Dabei schauen sie ganz genau durch ihre Schutzbrillen. Denn die kleinen Bruchstücke sind ihr Arbeitsmaterial. Die Teilnehmer der Ferienspiele in der Offenen Tür (OT) Josefshaus legen aus den vielen Scherben ein Mosaik. Das ziert nun die einst karge Betonwand neben der Toreinfahrt des Josefshauses.

Für die Kunstaktion im Rahmen der Ferienspiele der OT hat Sebastian Schmidt ein Dach auf dem Hof des Josefshauses aufgespannt. Schmidt hat sich mit seinem „Kunstwerkstattmobil” auf „Kunst am Bau” spezialisiert. Er hat die Kinder animiert, sich etwas einfallen zu lassen, was ihre Umgebung verschönert. „So etwas hebt die Attraktivität des Stadtteils”, sagt der Künstler. Denn das, was die Kinder und Jugendlichen selber geschaffen haben, das mögen die auch besonders. „Menschen müssen das Recht bekommen, ihre Umwelt zu gestalten. Dann geht man auch sorgsam damit um.” Und selbst die Leute, die nicht daran beteiligt waren, schätzen die Resultate der Arbeit ihrer Nachbarn. „Auch die anderen wissen, da haben Leute aus unserem Stadtteil etwas gemacht.”

78 Zentimeter mal 3,28 Meter ist das Mosaik groß. Und der Schriftzug nahm im Verlauf der vergangenen Woche immer deutlichere Konturen an. Dreieinhalb Tage hat es gedauert, bis jede Fliesenscherbe an der richtigen Stelle lag. „Die Kinder waren schon engagiert bei der Sache, sonst wäre es nicht so schnell gegangen”, sagt Schmidt. „OT Josefshaus” ist nun am Toreingang in einem „coolen Schriftzug” zu lesen. „Man sah ja vorher von außen gar nicht, was hier los ist”, sagt Schmidt. Das hat sich nun geändert.

Der Einsatz der Kinder, die meist zwischen zehn und zwölf Jahre alt sind, für das Kunstprojekt war dabei völlig freiwillig. „Wir wollen die Kinder nicht in ein Konzept quetschen”, sagt Richard Okon. Daher konnten die Kinder ihre Aktivitäten in den Ferienspielen frei wählen. Und auch die Kinder, die sich für das Mosaiklegen entschieden, konnten zwischendurch mal etwas anderes machen. Trotzdem weiß Okon, dass ein künstlerisches Projekt wichtig für die Entwicklung der Kinder ist. „Wir haben uns überlegt, was gut für die Kinder ist.” Die Förderung ihrer Kreativität steht dabei unter anderem im Mittelpunkt. „Dabei werden Fähigkeiten gefördert, die im Alltag vielleicht nicht so gepflegt werden.”

„Wir-Gefühl” gestärkt

Zudem stärke eine solche Aktion das „Wir-Gefühl” unter den Kindern. Denn mit so einem Mosaik schaffe man gemeinsam etwas Bleibendes für den Kinder- und Jugendreff, der so auch für Migrantenkinder „ein Stück Heimat” sein könne, erläutert Okon.

Und damit ist noch längst nicht Schluss. „Hier gibt es noch viele Flächen, die verschönert werden können”, sagt Okon. Weiter geht es in dieser Woche mit dem zweiten Mosaik. Das soll bald über der Eingangstür des Treffs hängen. Und im September wollen die Jugendlichen gemeinsam mit Sebastian Schmidt rund 160 Quadratmeter große graue Betonwand anmalen. Schmidt: „Dabei können wir viele unterschiedliche Ideen einfließen lassen.”
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