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Buhlen um Montessori-Plätze

Von: Jan Mönch
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Was fürs Auge: Bei den Montessori-Aktionstagen vertiefen sich die Gäste auch gerne in die Motive auf der Fotowand. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Aufhebung der Schulbezirke zum Schuljahr 2008/09 bereitet den Aachener Montessori-Grundschulen zunehmend Kopfzerbrechen. Darauf wurde auch im Rahmen der Montessori-Aktionstage hingewiesen, die am Dienstag von Bürgermeister Björn Jansen (SPD) in der Montessori-Gesamtschule eröffnet wurden und am Donnerstag zu Ende gehen.

Dass gemäß dem Schulgesetz jedes Kind Anspruch darauf hat, an der nächstgelegenen Grundschule aufgenommen zu werden, hat auch zu einem veränderten Anmeldeverhalten an den drei Montessori-Grundschulen in Aachen (Kaiserstraße, Matarstraße und Reumontstraße) geführt. Das Problem: Für viele Eltern, die sich auf das geänderte Schulgesetz berufen, ist die Montessori-Pädagogik (Motto: „Hilf mir, es selbst zu tun”) unerheblich. Andererseits wächst das Interesse an der nach Maria Montessori benannten Lehre.

Dies führt Jutta Starmans, Geschäftsführerin des Aachener Montessori-Forums, auch auf eine zunehmend als unzumutbar empfundene Bildungslandschaft zurück. Sie sagt: „Unsere Bildungspolitik ist, wie sie ist: selektierend und einschränkend.” In der Folge würden sich viele Eltern von herkömmlichen Schulen ab- und Montessori-Schulen zuwenden. Allein: Wegen der Aufhebung der Schulbezirksgrenzen werden die Plätze knapp.

Nicole Bühler, Elternratssprecherin im Montessori-Kinderhaus Schleckheim (Aachener Straße), fordert „einen durchgängigen Bildungsweg nach der Pädagogik von Maria Montessori” - also von der Vorschulzeit bis zum Schulabschluss. Mit anderen Worten: Hat ein Kind bereits ein Montessori-Kinderhaus besucht, soll es anschließend Anspruch auf den Platz an einer entsprechenden Grundschule haben. Dafür notwendig ist laut Nicole Bühler, „dass Montessori wieder wohnortunabhängig als gesondertes pädagogisches Angebot geführt wird.”

In Aachen gibt es 21 Montessori-Einrichtungen. Neben den drei Grundschulen und der Gesamtschule zählen dazu eine Tagesmüttergruppe, eine private Kindergruppe, ein Hauptschulzweig sowie 14 Kinderhäuser.

Zum Abschluss der Montessori-Tage ist heute in der Grundschule Mataréstraße ab 19 Uhr der Vortrag „Kinder sind anders - auch heute” zu hören.
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