Aachen - Büros und Biergarten im alten Busdepot

Büros und Biergarten im alten Busdepot

Von: Gerald Eimer
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Links wächst der neue Bürotrakt in die Höhe, im hinteren Gebäudeteil wird Platz für Gastronomie geschaffen: Die Pläne für das ehemalige Busdepot an der Bachstraße sehen zudem einen neuen Biergarten im Schatten des Burtscheider Viadukts vor. Foto: Harald Krömer

Aachen. Im Gespräch ist der Umbau des ehemaligen Busdepots an der Bachstraße, unmittelbar am Burtscheider Eisenbahnviadukt, nun auch schon seit gut zweieinhalb Jahren. Doch bis den Worten Taten folgen, dauert es erfahrungsgemäß.

Inzwischen haben die Arbeiten auf dem Gelände aber begonnen, und die Eigentümer sind guten Mutes, die ersten Räume Ende des Jahres vermieten zu können.

Gedulden müssen sich allerdings noch all jene, die sich den Biergarten und eine neue Veranstaltungsstätte herbeisehnen, die das Eigentümerehepaar, das bislang noch ungenannt bleiben möchte, dort schaffen will. Denn mit der Eröffnung dieser Location im rustikalen Backsteinambiente sei frühestens 2018 zu rechnen. „Interessenten dafür gibt es“, teilte die Mitbesitzerin am Mittwoch auf Anfrage mit, aber die Bauphase dafür habe man zunächst zurückgesetzt. „Wir sind keine Großinvestoren, die das alles auf einmal stemmen können,“ sagte sie.

Zwei neue Geschosse

So konzentriert sich das Ehepaar zunächst auf den Um- und Erweiterungsbau des an der Straße gelegenen Trakts. Zwei Geschosse wurden auf den vorderen Gebäudeteil draufgesetzt, der nun einen turmähnlichen Charakter hat und später noch eine Kupferverkleidung erhalten soll. Im Erdgeschoss soll dort die Carsharing-Firma Cambio ihren neuen Sitz finden. Darüber gibt es Büroräume für drei weitere Firmen.

In der Folge soll dann der Teil des Projekts in Angriff genommen werden, auf den nicht zuletzt auch die Freunde der Club- und Musikszene große Hoffnung legen. So hatte unter anderem auch Oberbürgermeister Marcel Philipp das ehemalige Busdepot im Jahr 2014 – zur Zeit des großen Clubsterbens in der Stadt – ins Gespräch für Konzerte und Partys gebracht. Und in der Tat hat es in den letzten Jahren dort immer wieder private Feiern und Veranstaltungen gegeben, die gezeigt haben, dass der Ort gut geeignet ist: Um die Ecke gibt es einen großen Parkplatz an der Kurbrunnenstraße, Hauptbahnhof und Bushaltestellen sind nur ein paar Gehminuten entfernt, die nächste Wohnbebauung ist so weit entfernt, dass Ruhestörungen kaum zu befürchten sind.

Und dann ist da natürlich noch der besondere alte Industriebau-Charme, von dem auch die Eigentümer so angetan sind. Er soll dereinst seinen besonderen Reiz entfalten und seine Anziehungskraft auf Nachtschwärmer und Biergartenfreunde entfalten.

Gastronomie soll voraussichtlich im kommenden Jahr im Erdgeschoss des langgestreckten zweistöckigen Baus Einzug halten. Der große asphaltierte Platz davor soll zudem zum großen Biergarten aufgewertet werden. „Wir würden den Platz gerne grüner machen“, heißt es seitens der Eigentümer. Völlig entsiegeln können sie ihn aber offenbar wegen der Altlasten nicht, die Entsorgung des Materials wäre zu aufwendig. So denken sie derzeit an einige Baumpflanzungen, auch eine Hecke soll wachsen, weitere Bereiche könnten etwa mit einer Kiesdecke aufgehübscht werden, auf der dann Bänke und Tische ihren Platz finden.

Bis hingegen die ersten Musiker und Bands zu Konzerten und Partys bitten können, werden wohl noch weitere Jahre vergehen. Vorgesehen ist dafür eigentlich der Ausbau eines Musikkellers. Doch das sei eine „Idee für den Hinterkopf“, meinen die Immobilienbesitzer.

Noch sei dafür gar kein Bauantrag gestellt, auch gebe es keinerlei konkretere Planungen für den Kellerausbau. Die Aachener Clubszene wird also weiterhin nach neuen Veranstaltungsstätten Ausschau halten müssen.

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