Aachen - Bürgerforum soll über Gelbe Säcke oder Tonnen diskutieren

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Bürgerforum soll über Gelbe Säcke oder Tonnen diskutieren

Von: Werner Breuer
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Ungeliebter Gelber Sack: Weil die dünnen Plastikbeutel oft reißen, wollen viele eine stabile Gelbe Tonne. Die aber nehme in den Häusern zu viel Platz weg, kritisieren andere. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Gelber Sack oder gelbe Tonne? Die Frage sei zu grundsätzlich für den Stadtbetriebsausschuss, befinden die Fraktionen von CDU und SPD. Auf Antrag der großen Aachener Rathauskoalition wurde das Thema am Dienstagabend von der Tagesordnung abgesetzt. Es soll zunächst im Bürgerforum behandelt werden.

„Wir wollen das in der Breite mit der Bürgerschaft diskutieren“, erklärt SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Daniela Lucke. Schließlich gehen die Meinungen weit auseinander, auch in den Reihen der Politiker. Die einen haben die Nase voll von den dünnen Plastiksäcken, die bei kräftigerem Wind schon durch die Straßen gepustet werden, oft reißen und ihren Inhalt dann ins Stadtbild ergießen.

Sie plädieren stattdessen für eine stabile Gelbe Tonne für den Verpackungsmüll mit dem Grünen Punkt, die andere hingegen für zu sperrig halten. Gerade in der Innenstadt sei in vielen Kellern der Platz für Restmüll-, Papier- und Biotonnen knapp, wird argumentiert, eine weitere Gelbe Tonne sei oft kaum noch unterzubringen.

Die Grünen hatten zuletzt eine Kombination aus beiden Sammelsystemen ins Gespräch gebracht. Denkbar wäre etwa die Beibehaltung der Gelben Säcke in der engen Innenstadt und die Einführung Gelber Tonnen in den Außenbezirken.

„Gegen eine solche Mischlösung hätte ich nichts“, sagt Daniela Lucke, sie müsste allerdings funktionieren und dürfe den Bürger nicht mit weiteren Kosten belasten. Für praktikabel hält der Stadtbetrieb ein Nebeneinander von Tonnen und Säcken allerdings nicht. In seiner Vorlage für die Ausschusssitzung am Dienstag plädiert er dafür, die Säcke beizubehalten, sich aber für reißfesteres Material einzusetzen.

Die Gelegenheit dafür ergibt sich, weil Ende des kommenden Jahres der Vertrag mit dem Kölner Entsorger „Reclay“ ausläuft und die Entsorgung des Verpackungsmülls neu ausgeschrieben werden muss. Das sei aber noch ein Weilchen hin, sagt Lucke, „wir haben keinen zeitlichen Druck“. Deshalb könne im Bürgerforum noch in aller Ruhe über Säcke, Tonnen und Mischlösungen diskutiert werden, was Lucke wegen der „ganz schwierigen Gemengelage“ für angebracht hält.

Entscheiden kann dieses Gremium aber nicht. Den Beschluss muss dann doch der Stadtbetriebsausschuss fassen.

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