Bündnis „Fairhandel(n)“ stellt sein Jahresprogramm vor

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Obwohl Aachen seit einigen Jahren „Fairtrade“-Stadt ist, ist es nicht leicht, fair gehandelte Textilien in Aachens Geschäften zu finden. Zu diesem Schluss kommt das Bündnis „Fairhandel(n)“ und liefert ein Jahresprogramm, das sein Augenmerk nicht zuletzt deshalb insbesondere auf Textilien legt.

Los geht es am Samstag, 20. Februar, von 11 bis 13.30 Uhr in der Citykirche. Hier sind gleich mehrere Aktionen geplant. Bei einer Modenschau zeigen Schüler des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath ihre persönliche Mode, die sie mit Hilfe der Designerin Ina Kramer aus Secondhandkleidern gestaltet haben. Dabei verarbeiteten sie auch gebrauchte Werbebanner und verwandelten sie in voluminöse Kleidungsstücke.

„Todschick. Edle Labels, billige Mode – unmenschlich produziert“ heißt der Titel eines Buches der Autorin Gisela Burckhardt, Vorsitzende des Frauennetzwerkes „Femnet“. Sie wird nach der Modenschau von ihren Recherchen über unfaire Produktionsbedingungen in Bangladesch berichten. Anschließend ist eine Gesprächsrunde unter anderem mit Manfred Piana, Geschäftsführer des Märkte- und Aktionskreises City, Vertreter der Stadt und von Greenpeace Aachen geplant.

Im Rahmenprogramm zeigt eine Fotoausstellung mit dem Titel „Ich mache deine Kleidung – die starken Frauen aus Süd-Ost-Asien“ führende Gewerkschafterinnen aus Bangladesch und Kambodscha im Porträt. Sie seien der Beweis, dass Frauen nicht nur Opfer sind, sondern auch stark sein können, meinen die Veranstalter.

Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit den Schattenseiten unseres Konsumverhaltens. Hier wird exemplarisch verdeutlicht, wie Blumen, Fußbälle, Grabsteine, Kleidung, Orangen und Spielzeug hergestellt werden. Und eine Posterserie mit dem Titel „Nach St(r)ich und Faden – Die Wahrheit über Mode-Mythen“ lädt die Betrachter zu einer Entdeckungsreise ein, die über die weltweiten Arbeitsbedingungen informiert und eine Reflexion über unsere eigene Rolle in der globalen Wertschöpfungskette anstößt.

Vor der Citykirche sucht die „Aktion Tatort“ derweil nach den Verantwortlichen für die Billig-Textilien. Nach diesem fulminanten Einstieg am Samstag, 20. Februar, stehen weitere Termine schon heute fest.

Am Freitag, 20. Mai, von 16 bis 20 Uhr, und am Samstag, 21. Mai, von 9 bis 15 Uhr, setzt sich ein Theaterworkshop im Welthaus an der Schanz 1 künstlerisch mit den Produktionsbedingungen in der Textilindustrie auseinander. Die Leitung übernimmt Tina Kukovic. Die Teilnehmer entwickeln ein Theaterstück, das sie am Samstag in der Fußgängerzone aufführen werden.

Am Mittwoch, 1. Juni, gibt der Buchautor und Journalist Frank Herrmann um 18 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche in der Frère-Roger-Straße 8 unter anderem ganz konkrete Tipps dafür, wie sich der Verbraucher mit Blick auf den fairen Handel verhalten kann.

„Change your shoes“: Diese internationale Kampagne wird am Montag, 20. Juni, um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche in der Frère-Roger-Straße 8 vorgestellt. Referent Anton Pieper vom Institut für Ökonomie und Ökumene „Südwind“ wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigen, inwieweit Menschenrechte aus theologischer und philosophischer Sicht Relevanz für den alltäglichen Konsum haben.

Und dann will das Bündnis Fairhandel(n) das Thema „Fairtrade“ spielerisch mit seinem Glücksrad aufgreifen. Das gibt laut Mona Pursey vom Eine-Welt-Haus jede Menge Infos und Hinweise. Ob Schulen, Vereine oder Feriencamps: sie alle können das Glücksrad ab Juli im Eine Welt Forum an der Schanz 1 ausleihen. Kontakt per E-Mail: cd@1wf.de.

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