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Brutaler Überfall: Junge Schläger müssen für Jahre ins Gefängnis

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Sie fühlten sich als unbezwingbare Gang aus Aachens Talstraße. Die Große Jugendkammer am Aachener Landgericht (Vorsitz Richter Gerd Nohl) bescheinigte vier wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagten Jugendlichen eine „feige Vorgehensweise”.

Am 30. August 2008 hatten die vier im Alter zwischen 18 und 20 Jahren nahe der Aachener Discothek „Starfish” den 18-jährigen Schüler Benedikt K. aus Herzogenrath beinahe totgeschlagen.

K. erlitt schwere Kopfverletzungen und leidet unter den Folgen der Gewalttat. Die Angeklagten hatten ihn und seine Freunde gegen Mitternacht angesprochen, aus dem Gespräch wurde Streit, aus dem Streit ein brutaler Überfall. „Alle gegen einen, ohne jedes Risiko”, beschrieb Nohl. Der laut Zeugen besonders aggressive Brian H. (18) muss nach dem Urteilsspruch für vier Jahre in ein Jugendgefängnis; die Staatsanwaltschaft hatte sogar fünf Jahre gefordert, ein weiterer Überfall aus dem Herbst 2008 in der Mefferdatisstraße ist in der Strafe enthalten.

„Solche Übergriffe, die nahe an einem Totschlagsversuch sind, kann die Justiz nicht hinnehmen”. Brian H. hatte auf dem Kopf des Opfers eine Flasche zerdonnert, mit Glück überlebte K. den Angriff. Sein Kumpan David H. sprang am Ende das stark blutende Opfer von hinten an und versetzte im einen harten Schlag auf den Kopf. Für seinen Kumpanen David H. (20) wurden drei Jahre fällig. H. hatte sich ebenfalls durch besondere Brutalität hervorgetan.

Der brutale Übergriff ging mit einem Schlag ins Gesichts durch David H. los. Es folgte eine Bierflaschenwurf auf die Nase von K., der Edin H. (18) zur Last gelegt wird. Edin H. muss deswegen für zweieinhalb Jahre ins Jugendgefängnis. Der vierte Täter, Kevin W. (19), kam mit einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung davon. Das Gericht sah bei ihm keine auffällige Brutalität, er habe nur wie alle anderen „schädliche Neigungen”.
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