Breites Bündnis gegen den geplanten Neonazi-Hetzmarsch

Von: Georg Dünnwald
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Abdurrahman Kol
Abdurrahman Kol, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Yunus-Emre-Gemeinde, vertraut auf die Aachener. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Anstelle der abgerissenen Tankstelle mit angeschlossener Werkstatt, die bis Mitte März als muslimisches Gotteshaus dienten, soll eine moderne und dem Ostviertel architektonisch angepasste Moschee mit Begegnungsstätte entstehen. Dagegen versucht nun eine Handvoll Neonazis, allen voran der Pulheimer Hitler-Verehrer Axel Reitz und der Dürener NPD-Chef Ingo Haller, am 25. September Front zu machen.

Viele Aachener wollen unterdessen erneut in einem breiten Bündnis zeigen, dass Nazis in der Stadt unerwünscht sind.

Bischof Heinrich Mussinghoff nimmt zur beabsichtigten Nazidemonstration gegen den Neubau der Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße Stellung: „Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert allen Menschen, die bei uns leben, Religionsfreiheit. Dazu gehört die Freiheit, in eigenen Gotteshäusern eigenen Gottesdienst zu halten. Christen wissen: Gott will das Heil aller Menschen. Wir lehnen gewaltsame und ausgrenzende Demonstrationen ab. Die Aachener Bürgerschaft ist vernünftig und lehnt Demonstrationen ab, die ein friedvolles Zusammenleben stören.”

Der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Ditib-Gemeinde, Abdurrahman Kol, vertraut auf die Aachener Bürger. Für Kol sind die Rechtsextremen ein gesamtgesellschaftliches Problem, er hofft, dass es den Neonazis in Aachen so ergeht wie bisher: „Weder NPD noch Pro NRW haben haben in der Stadt Fuß fassen können.”

Deshalb ist es für den Gemeindevorsitzenden auch klar, dass sein Sprengel das Aktionsbündnis gegen Rechts mit aller Kraft unterstützen wird. „Wir sind stets offen und dialogbereit gewesen und haben alle Vorgänge um den Neubau der Yunus-Emre-Moschee transparent aufgezeigt. Das Begegnungszentrum und das Gotteshaus werden auf jeden Fall gebaut werden.”
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