Breite Unterstützung für die Initiative „Satt ins Bett“

Von: Nina Krüsmann
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Kinder sollen „satt ins Bett“: Ulrike van Teefelen (Visitatis) überreichte die sehr willkommene Spende an Kinderschutzbund-Geschäftsführerin An­drea Weyer und Miriam Hartmann (v.l.). Foto: Harald Krömer

Aachen. Ein gesundes Frühstück zum Start in den Tag, ein gedeckter Mittagstisch – für viele Mädchen und Jungen auch in Aachen ist das leider nicht selbstverständlich. Der Kinderschutzbund setzt sich dafür ein, dass Kinder eine ausgewogene Ernährung erfahren.

Auf dem Abenteuerspielplatz „Zum Kirschbäumchen“, wo viele Kinder regelmäßig spielen und toben, soll ein regelmäßiges Essensangebot im Rahmen der Aktion „satt ins Bett“ etabliert werden.

„Das gemeinsame Abendessen ist in vielen Familien nicht mehr das Finale des Tages, wie es früher einmal war. Dabei ist es wichtig, sich abends über die Erlebnisse des Tages auszutauschen“, erklärt Miriam Hartmann vom Abenteuerspielplatz den Hintergrund.

Mit einer Spende von 4000 Euro hat der Aachener Pflegedienst Visitatis nun zur Finanzierung beigetragen. Geschäftsführerin Astrid Siemens und ihre Mitarbeiterin Ulrike van Teeffelen besuchten zur Spendenübergabe den Abenteuerspielplatz und überzeugten sich von der dort geleisteten Arbeit.

„Familiärer Dorfplatz“

„Es ist wirklich schade, dass das gemeinsame Familienessen als Ritual am Abend oft vergessen ist. Das ist doch ein familiärer Dorfplatz, um sich auszutauschen“, sagt Ulrike van Teeffelen.

„Wir erleben, wie viele Kinder ohne Frühstück aus dem Haus gehen und das zieht sich oft leider durch den ganzen Tag. Wenn es bei uns etwas zu essen gibt, stürzen sich einige darauf“, berichtet Hartmann. Da man auf dem Abenteuerspielplatz den Anspruch habe, ein „zweites Zuhause“ für die Kinder zu sein, die regelmäßig kommen, sei eine neue Idee entstanden, erklärt Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Andrea Weyer.

„Wir möchten den Kindern zeigen, wie schön es ist, gemeinsam den Tisch zu decken, Servietten bereitzulegen und Kerzen aufzustellen“, erklärt Hartmann, wie man Esskultur verbreiten möchte. Es besteht die Idee, samstags die umliegenden Nachbarn zu Kaffee und Kuchen einzuladen und zwei Mal in der Woche ein Abendessen zu organisieren. Circa 50 Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren besuchen den Spielplatz am Tag, zudem auch Gruppen von Kindertagesstätten und Grundschulen. „Im Kleinkinderbereich würden wir gern mit den Müttern etwas gemeinsames veranstalten“, erklärt Hartmann eine weitere Idee im Rahmen der Aktion „satt ins Bett“.

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