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Brandstiftung in der 22. Etage

Von: hau
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Feuer im Hochhaus, da schrillen bei der Aachener Berufswehr alle Alarmglocken. Das Besondere dieses Mal: Im 22. Geschoss wurde versucht, Feuer zu legen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Feuerwehr wurde in den letzten Tagen zu zwei aufsehenerregenden Bränden gerufen, bei dem es nur mit großem Glück bei relativ geringem Sachschaden blieb. In beiden Fällen besteht der Verdacht der Brandstiftung. Um 6.43 Uhr wurden die Brandbekämpfer am Montag per Melder zum Europahochhhaus an der Joseph-von Görresstraße alarmiert.

Da ein Feuer im 22. Geschoss mit einer vermissten Person gemeldet wurde, rückte die Wehr mit großem Aufgebot an, insgesamt 24 Kräfte waren im Einsatz.

Ein Trupp wurde zur Brandbekämpfung und Menschenrettung eingesetzt, außerdem wurden alle Wohnungen in der 22. Etage vorsorglich geräumt. Auch die Brandwohnung wurde durchsucht, jedoch wurde der Inhaber nicht angetroffen. Das Feuer war in der Küche ausgebrochen, es konnte relativ schnell gelöscht werden. Nachdem die betroffenen Bereiche des Hochhauses gelüftet worden waren, konnten die Beamten gegen 8 Uhr dann wieder abrücken.

Die Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen zur Brandursache auf. Sie leiteten ein Verfahren gegen den 48-jährigen Bewohner der Brandwohnung ein. In der Küche waren nämlich alle Herdplatten angedreht, auf ihnen lag Papier. Der Mieter soll dem Vernehmen nach in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Sprecher Paul Kemen: „Das hätte böse ins Auge gehen können.”

Das gilt auch für einen Einsatz vom Wochenende in der Claßenstraße, einer Nebenstraße der Turmstraße. Ein 49-jähriger Kölner wird verdächtigt, dort am Samstagabend die Fensterrolladen eines Mehrfamilienhauses entzündet zu haben, wozu er sogar Brandbeschleuniger benutzte. Kemen: „Glückliche Umstände verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Haus.” So wurde das Feuer erst am Sonntagmorgen entdeckt.

Hintergrund des Anschlags scheint ein bereits länger dauernder Streit zwischen dem Kölner und seiner in der Claßenstraße wohnenden ehemaligen Lebensgefährtin zu sein. In deren Verlauf soll der 49-Jährige zwölf Jahre jüngeren Frau auch gedroht haben, Feuer zu legen. Gegen ihn ermittelt die Polizei nun wegen schwerer Brandstiftung, Bedrohung und Beleidigung.
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