Branderhof: Es sind noch viele Fragen offen

Von: Martina Stöhr
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Rund um den Branderhof soll neue Wohnbebauung entstehen. Die Planer der Stadt informierten jetzt die interessierte Öffentlichkeit. Im Zentrum der Anlage wird nach wie vor der Branderhof stehen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Groß war die Resonanz auf die Bürgerinformation zum Gut Branderhof in Burtscheid. Auf dem denkmalgeschützten ehemaligen Reiterhof soll eine kleine Wohnsiedlung mit 30 Wohneinheiten entstehen. Zahlreiche Bürger folgten der Einladung der Stadt in das Verwaltungsgebäude am Marschiertor, um sich mit den Details der Pläne vertraut zu machen.

Demnach sollen die Hallen am Branderhof abgerissen werden. Auf der Freifläche sollen zweigeschossige Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Im Zentrum der Anlage wird nach wie vor der Branderhof stehen. Ein Grüngürtel wird ihn von der geplanten Bebauung trennen. Der benachbarte Spielplatz wird zum offensichtlichen Bedauern einige Anwohner in die Bebauung mit einbezogen. Platz zum Spielen sollen es stattdessen innerhalb des Grüngürtels geben. In welcher Form steht allerdings noch nicht fest.

Auch über die künftige Nutzung des Branderhofs konnten die Stadtplaner noch keine endgültige Aussage machen. Wolfgang Schoel vom Immobilienmanagement räumte ein, dass die Gebäude durch den Leerstand leiden, nachdem der dort ansässige Reitverein umgezogen ist. Man habe mehrere Male aktiv werden müssen, um größere Schäden abzuwenden.

Jetzt sollen sobald wie möglich Interessenten für den Hof gefunden werden. Schön wäre es nach Meinung einiger Bürger, wenn es auch Mehr-Generationen-Häuser bei der Planung geben würde. Ansonsten machten sie sich Gedanken über die künftige Parksituation, über den Birkenbestand und natürlich über den Spielplatz. Der scheint für viele Familien ein wichtiger Anlaufpunkt zu sein.

Eine autofreie Siedlung und eine umweltverträgliche Energieversorgung waren weitere Stichworte, die in die Runde geworfen wurden. Nicht alle Fragen konnten bei der Infoveranstaltung beantwortet werden. Ob beispielsweise eine Tiefgarage möglich sein wird oder nicht, hänge von der Beschaffenheit des Bodens ab, die noch zu prüfen sei. Der Baumbestand soll weitestgehend erhalten bleiben, Eingriffe seien aber nicht zu vermeiden, meinte Beate Hoffmann, Fachbereich Umwelt. Die Energieversorgung werde gemeinsam mit der Stawag noch entwickelt und auch die Gestaltung der geplanten Häuser sei noch offen, hieß es weiter. Dass die Stadt mit ihren Bebauungsplänen für weiteren Wohnraum sorgen will, schien bei den Bürgern auf Zustimmung zu stoßen. Eine Bürgerin schlug vor, Familien mit Kindern ein Vorkaufsrecht einzuräumen, da es ansonsten für die sehr schwierig sei, an geeigneten Wohnraum zu kommen.

Die Pläne zur Bebauung am Branderhof können im Verwaltungsgebäude am Marschiertor noch bis zum 10. Oktober eingesehen werden. Die Bürger können ihre Wünsche und Anregungen dort in einem Briefkasten hinterlassen. Wer will, kann das auch im Internet tun. Mit dem Abriss der nicht denkmalgeschützten Hallen am Branderhof wird am 15. Oktober begonnen. Die Arbeiten werden laut Schoel etwa vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen.

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