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Brander Triathlon: Auch die Kleinen in Topform

Von: Katrin Otrzonsek
Letzte Aktualisierung:
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Schwimmen. Radfahren, Laufen: In genau dieser Reihenfolge haben am Sonntag beim MHA-Triathlon in Brand Groß und Klein ihre Strecken absolviert. Helfende Hände sind dabei für jeden Athleten wichtig. Foto: Lachmann

Aachen. Auf dem Vorplatz der Schwimmhalle in Brand tummeln sich zahlreiche Menschen. Essensstände sind aufgebaut, Obst, Kuchen und belegte Brötchen warten darauf vernascht zu werden; Eistee und Wasser stehen als Durstlöscher bereit, Kaffee und Tee soll das Publikum wärmen.

Nur wenige Meter davon entfernt, auf dem Bolzplatz am Brander-Feld-Weg befindet sich das Check-In: Hier überprüfen Kenner die Fahrräder, schauen nach, ob die Helme der Sportler richtig sitzen, raten den jüngeren Teilnehmern, Aufwärmübungen zu machen. Die Rede ist vom MHA-Triathlon. Rund 700 Sportbegeisterte nehmen die Herausforderung an, in den drei traditionellen Disziplinen ihr Bestes zu geben: Schwimmen, Fahrradfahren und Laufen.

„Man sieht Triathlons im Fernsehen und denkt: Ist ja einfach“, lacht Andreas Trautmann, Koordinator der Veranstaltung, „aber in Wirklichkeit ist es echt anstrengend!“ Am besten sei es, wenn man sich auf eine der drei Sportarten spezialisiere, seine Kraft aber gleichmäßig auf alle Disziplinen verteile, rät Trautmann. „Sonst kann es schnell passieren, dass man sehr schnell schwimmt und dann keine Puste mehr fürs Laufen hat.“

120 Ehrenamtliche Helfer

Der Brander Triathlon ist inzwischen bundesweit bekannt. „Es Leute aus Erfurt, Saarbrücken, Köln, aber auch aus den Niederlanden und Belgien mit“, erzählt Trautmann begeistert, „Und das obwohl wir heute eher einen Winter-Triathlon haben“, witzelt Trautmann, der sich wärmere Temperaturen gewünscht hätte.

Julia Tascher ist aus Saarbrücken angereist. Knappe drei Stunden mit dem Auto ist sie gefahren, nur um an dem immer beliebter werdenden Triathlon teilzunehmen. „Mein Bruder wohnt seit 15 Jahren in Aachen und hat mich dazu überredet“, lächelt die 31-Jährige, „wir machen heute beide zum ersten Mal hier mit und wollen natürlich den Sieg einholen.“

Die kleinsten Triathleten sind sieben Jahre alt – die ältesten Sportler haben das Rentenalter schon längst erreicht. „Das Tolle an dieser Veranstaltung ist, dass es hier keine Altersgrenzen gibt – alle können mitmachen“, sagt Mareike Feilen, Pressesprecherin der katholischen Stiftung Marienhospital Aachen. Als Hauptsponsor und Namensgeber ist die Stiftung schon seit 14 Jahren beim Triathlon vertreten und unterstützt den Brander Schwimmverein nicht nur finanziell bei der Sportveranstaltung. „Am heutigen Sonntag sind hier 120 ehrenamtliche Helfer im Einsatz – sowohl vom Brander SV als auch von den Kinderheimen Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid sowie Maria im Tann. „Die Startgelder werden an sie gespendet. Die Kinderheime erhalten jeweils 500 Euro“, erklärt die 37-Jährige. „Uns ist es wichtig, die Prävention zu fördern, weil Bewegung immer der erste Schritt zu mehr Gesundheit ist“, betont Feilen.

An der Zielstrecke entlang tummeln sich fotografierende Mütter und Väter, Großeltern und Freunde – sogar vierbeinige Familienmitglieder laufen schwanzwedelnd durch die Menge. „Es herrscht eine familiäre Stimmung hier – und die wollen wir erhalten“, sagt Trautmann.

Mit 700 Teilnehmern kommt die Veranstaltung so langsam an ihre Grenzen. „Jedes Jahr kommen neue Leute dazu und wollen mitmachen – das ist der Erfolg, den wir haben“, weiß der Koordinator, „Wir freuen uns darüber, schließlich wollen wir die Menschen dazu bekommen, dass sie mehr Sport treiben. Allerdings ist der Platz begrenzt“. Etwas Expansion war aber doch noch drin: Zum ersten Mal konnten sich auch Firmenstaffeln zum Triathlon anmelden und in Staffeln teilnehmen. Die Strecke gilt für sie gleichermaßen wie für die anderen Teilnehmer ab 16 Jahren: 500 Meter in der Halle schwimmen, 22 Kilometer um das Brander Feld mit dem Fahrrad fahren und fünf Kilometer um den Brander Wall herum laufen. Gewonnen hat schließlich in der Firmenstaffel das Team Grünenthal Green Team (Endzeit: 1 Stunde, 15 Minuten und 17 Sekunden). Das Team Kohlscheid Running ergatterte den Sieg bei den Staffeln (01:04:28); „Die toten Hasen“ gewannen die Schülerstaffel (00:18:37); den ersten Platz in der „Volksdistanz weiblich“ holte Kristina Ziemons (DLC Aachen, 01:10:03) und die „Volksdistanz männlich“ gewann Bob Martens (Triathlon Vereinigung Stein, 01:01:42).

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