Brander Seniorentelefon: Starke Hilfe bei Problemen im Alltag

Von: Peter Langohr
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Organisierte Nachbarschaftshilfe: (v.l.) Wolfgang Müller, Willi Eschweiler, Wolfgang Knipser, Lia Tauchert, Katharina Berndt und Ute Reiner vom Brander Seniorentelefon. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das Brander Seniorentelefon hat mittlerweile auch über den Stadtbezirk hinaus viel Beachtung gefunden. Entwickelt wurde es aus dem Projekt „Brand für alle“ des Sozialverbands VdK. Dessen Leitungsteam hat das Seniorentelefon bis zum Ende von „Brand für alle“ im vergangenen November professionell geleitet.

Um diese erfolgreiche Einrichtung – immerhin mehr als 400 Anrufe gingen seit dem Start vor eineinhalb Jahren ein – nicht zu verlieren, wird das Seniorentelefon seit 2014 ehrenamtlich von der „Brander Abteilung“ des Seniorenrats der Stadt Aachen und des Bürgervereins Brand fortgeführt.

Einkaufshilfe und Arztbesuche

Die Idee: Senioren in Brand sollen bei Fragen und Problemen im Alltag eine zuverlässige Anlaufstelle haben. Für kleinere Dienstleistungen wie Einkaufshilfen, Begleitung bei Arztbesuchen oder Behördengängen, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Besuch zu Gesprächen oder Spaziergängen, kleinere, handwerkliche Hilfen – beispielsweise das Reparieren des tropfenden Wasserhahns oder die Montage von Rauchmeldern – steht ein Kreis von derzeit 25 ehrenamtlichen Mitarbeitern bereit, die auf Vermittlung des Seniorentelefons tätig werden.

Kontakte zu Fachstellen

Es ist eine Form der organisierten Nachbarschaftshilfe, die zeit- und ortsnah geleistet wird. Für Probleme, die diesen Rahmen übersteigen, werden im Bedarfsfall Kontakte zu Fachstellen und sozialen Einrichtungen vermittelt.

Zur Zeit haben im Wechsel neun ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 19 Uhr Telefondienst. Damit alles mit rechten Dingen zugeht, werden die Anrufe, die mitgeteilten Anliegen und die angebotene Hilfe oder der vermittelte Kontakt dokumentiert. Diejenigen, die Telefondienst haben, führen alle erforderlichen Unterlagen mit sich – unter anderem das Verzeichnis der Ehrenamtler und die „Fibel“ mit allen Adressen und Telefonnummern für die Hilfen im Stadtgebiet.

Für die Anrufer ist das Telefonat kostenfrei. Jeder Haushalt in Brand wurde mit einem Faltblatt über das Seniorentelefon informiert und einen entsprechenden Hinweis gibt es auch täglich in den Tageszeitungen. Persönlich Kontakt aufnehmen kann man mit den Ehrenamtlern im Büro des Seniorentelefons in den Räumen der Lebenshilfe in der Schagenstraße 124. Die Eigentümerin des Gebäudes, die Gewoge Aachen, stellt das Büro kostenfrei zur Verfügung. Es ist dienstags von 15 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr besetzt.

Die Bezirksvertretung Brand hat die Mittel für eine Bürogrundausstattung zur Verfügung gestellt und die Leitstelle „Älter werden in Aachen“ der Stadt Aachen hat die Übernahme der Telefonkosten zugesagt. Die ehrenamtliche Leitung und Fortentwicklung des Brander Seniorentelefons haben Katharina Berndt, Paola Blume, Ute Reiber, Lia Tauchert, Willi Eschweiler und Norbert Klüppel übernommen.

Erreichbar ist das Seniorentelefon zu den genannten Zeiten unter Telefon 0241/46 35 86 90.

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