Brander Marktplatz: Anwohner klagen über Vandalismus und Ruhestörungen

Von: Werner Breuer
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Schön aufgeräumt: Der Brander Marktplatz wird nach seiner Umgestaltung gut angenommen. Anwohner beklagen jedoch lautstarke Partys von Jugendlichen. Foto: Archiv/Wolfgang Sanders

Aachen. Mit der Entwicklung in seiner Nachbarschaft ist der Brander Bezirksamtsleiter eigentlich recht zufrieden. Auf dem neu gestalteten Marktplatz sei „immer Betrieb“, berichtet Wolfgang Sanders, und es sei auch „der Betrieb, den wir uns wünschen“.

Nicht auf der Wunschliste steht allerdings, was die CDU nun zum Thema bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung gemacht hat: Vandalismus und Störung der Nachtruhe auf dem Brander Marktplatz.

Seit dem Umbau des zuvor nicht allzu attraktiven Areals im Brander Zentrum häuften sich die Beschwerden, dass „Jugendliche bis spät in die Nacht, insbesondere an den Wochenenden lautstarke Partys am Rand des Platzes und im Park Eschenallee feiern“, heißt es in dem Antrag der Christdemokraten. Hinzu komme „eine über das übliche Maß hinausgehende Verschmutzung durch Hinterlassenschaften, welche aus zerbrochenen Flaschen und ähnlichem bestehen“. Und so müssten nun auf dem rege genutzten Spielplatz die Eltern vermehrt auf Glasscherben achten.

„Der Markt ist attraktiver geworden“, meint Bezirksamtsleiter Sanders, „und das haben auch die jungen Leute festgestellt.“ Jetzt werde es abends schon mal etwas lauter. Die von den Anwohnern beklagten Verschmutzungen führt Sanders auch darauf zurück, dass mache der Jugendlichen mehr Alkohol trinken, als sie vertragen. „Dann fällt einem hinterher schon mal was aus dem Gesicht“, und wer seine Abfälle wegwerfe, „trifft den Mülleimer nicht mehr“. Derartige Phänomene sind keine Brander Spezialität. „Aber es fällt jetzt eher auf“, sagt der Bezirksamtsleiter, „weil der Marktplatz so tipptop ist.“

Verstärkte Streifen

Weil er das auch bleiben soll, will die CDU „diesen Ausuferungen entschieden entgegentreten, damit sich solche Zustände nicht etablieren“. Sie verweist auf die „ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit“, die Geldbußen bis zu 1000 Euro für jene Zeitgenossen androht, die sich auf Aachens Straßen und Plätzen daneben benehmen.

Mit dem Ordnungsamt hat der Bezirksamtsleiter schon gesprochen, das „bestreift“ nun verstärkt den Brander Marktplatz. Die Mitarbeiter würden die Jugendlichen direkt ansprechen und hätten damit gute Erfahrungen gemacht. „Der größte Teil ist da durchaus zugänglich“, berichtet Sanders. Ohnehin seien es nur Einzelne, die aus der Rolle fielen.

Neben den wachsamen Augen des Ordnungsamtes gäbe es aus Sicht des Bezirksamtsleiters noch weitere Möglichkeiten: „Eine Maßnahme wäre, den Platz aktiv zu bespielen.“ Ob sich dann am Rand des Marktes weniger unschöne Szenen abspielen, wenn in der Mitte ordentlich was los ist, könnte sich schon bald zeigen. Denn bespielt wird das Areal vom 24. November bis zum 7. Januar mit einer Eisbahn nebst Adventsgastronomie. Täglich von 14 bis 22 Uhr, an den Wochenenden von 10 bis 22 Uhr können Schlittschuhläufer dort ihre Runden drehen oder im Zelt neben der Open-Air Eisbahn Glühwein schlürfen.

Vielleicht gibt es noch weitere Ideen , wie auf dem Brander Marktplatz immer Betrieb zu gewährleisten ist – und zwar nur der erwünschte. Die Bezirksvertretung wird sich am morgigen Mittwoch diesem Thema widmen. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamtes am Paul-Küpper-Platz.

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