Brand: Sportplatz-Verlagerung ruft Gegner auf den Plan

Von: Peter Langohr
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Aachen. Die Verlagerung des Sportplatzes der Brander Borussia von der Karl-Kuck-Straße auf ein Gelände am Brander Wall steht schon seit langem auf der Agenda der Brander Bezirkspolitik. Nun nehmen die Pläne jedoch Gestalt an, was eine Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans am Brander Wall erforderlich macht.

Ab dem 24. November bis zum 5. Januar liegen die entsprechenden Pläne, die bereits im vergangenen Jahr vom Sportausschuss des Rates und der Brander Bezirksvertretung auf den Weg gebracht worden sind, im Rahmen der offiziellen Offenlage im Verwaltungsgebäude am Marschiertor in der Lagerhausstraße aus, damit die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, Stellungnahmen abzugeben.

Vorab gab es jetzt dazu eine Bürgerinformation im Sitzungssaal des Brander Bezirksamtes. Nachdem Bezirksamtsleiter Wolfgang Sander die Anwesenden begrüßt hatte, begründeten Gerta Keller vom Fachbereich Sport sowie Silke Hermanns und Mechthild Wieneke vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen die Notwendigkeit der Änderung von Flächennutzungsplan und Bebauungsplan und stellten die zugehörige Planung vor.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art in Brand waren lediglich etwas mehr als 20 Bürgerinnen und Bürger in das Bezirksamt gekommen. Darunter waren jedoch einige, die mächtig Dampf abließen und sehr pointierte und emotionale Beiträge lieferten.

Da war dann etwa zu hören, die Pläne seien der „größte Schwachsinn auf Erden, da wird nur unser Steuergeld verbraten“. Eine andere Stimme meinte zur Realisierung des gesamten Umzugsprojekts: „So – das garantiere ich Ihnen – werden Sie es nicht durchbringen.“ In der Sache war es eine Reihe von Dingen, die bemängelt wurden. Die einen beklagten den Entzug einer Fläche, die eigentlich für die allgemeine Naherholung gedacht sei, andere befürchteten, angesichts von Tennisanlage, Dreifach-Sporthalle und den bereits vorhandenen weiteren Sportanlagen könne die ohnehin schwierige Parkplatzsituation am Ende der Rombachstraße vollends chaotisch werden.

Eine Mutter äußerte die Sorge, der neue Platz der Borussia sei zu weit von der Ortsmitte entfernt, so dass Eltern ihre Kinder nicht dorthin schicken würden, ein Anwohner mahnte die Notwendigkeit eines Lärmgutachtens an und eine weitere Frage richtete sich darauf, wie das funktionieren solle, das zwei Vereine mit so unterschiedlichen Sportarten – Baseball bei den Aachen Greyhounds, Fußball bei der Borussia – sich einen Platz teilen. Und auch das Problem des Vandalismus in diesem Bereich von Brand wurde angesprochen.

Die Mitarbeiterinnen der Verwaltung wiesen die Besucher darauf hin, dass sie während der kommenden Offenlage die Möglichkeit hätten, Bedenken, Anregungen und Wünsche schriftlich zu äußern, die dann in das Verfahren einflössen.

Keine Alternative gefunden

Für die Bezirkspolitik warb Lorenz Hellmann der Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung, um Verständnis für die Lösung, die in der Bezirksvertretung einstimmig verabschiedet worden sei. Man habe trotz aller Bemühungen keine Alternative gefunden.

Zugleich wies er den aus der Versammlung gekommenen Vorwurf zurück, die Stadt wolle sich an der Verwertung des Sportplatzgeländes an der Karl-Kuck-Straße bereichern. „Der Erlös aus dem alten Sportplatz wird eins zu eins nötig sein, um ihn in dieses neue Projekt hineinzustecken“.

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